Tour-Überraschung stichelt gegen eigenes Team

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Tour-Überraschung stichelt gegen eigenes Team
Tour-Überraschung stichelt gegen eigenes Team

Hinter dem designierten Sieger Jonas Vingegaard und Titelverteidiger Tadej Pogacar ist er die Nummer 3 - und nicht jeder hätte es ihm noch zugetraut.

Der 36 Jahre alte Brite Geraint Thomas, Überraschungssieger der Tour de France 2018, ist auf der diesjährigen Großen Schleife in starker Altersform. Und er macht keinen Hehl daraus, dass es für ihn eine Genugtuung ist, es den Zweiflern gezeigt zu haben. Auch den Zweiflern im eigenen Team Ineos-Grenadier. (NEWS: Alles zur Tour de France 2022)

Geraint Thomas sieht keine volle Rückendeckung

„Ich habe immer an mich geglaubt“, sagte er dem Portal Velonews vor dem Zeitfahren am Samstag und fügte an: „Ich weiß, dass das nicht viele gemacht haben. Es war ein aus verschiedenen Gründen ein schweres Ende des vergangenen Jahres, aber ich habe immer geglaubt, dass ich mit meinen Beinen noch mithalten kann.“ (SERVICE: Gesamtwertung der Tour de France)

Thomas, in diesem Jahr oft der einzige Fahrer, der in den Bergen mit Vingegaard und Pogacar mithalten konnte, spricht auch offen aus, dass er Rückendeckung vom eigenen Rennstall vermisst hat.

„Ich glaube nicht“, beantwortet er die Frage, ob das Team denselben Glauben wie er hatte: „Es wird jetzt nur noch über die junge Generation geredet. Sie glauben zwar offensichtlich, dass ich immer noch gut bin und Leistung zeigen kann, aber Egan (Bernal, Anm. d. Red.) ist der Kapitän und er ist gestürzt. Dann kommt Dani (Daniel Martinez, Anm. d. Red.) und Yates (Adam Yates, Anm. d. Red.) und in der Schweiz war ich der Anfahrer.“

Thomas, Sieger der Tour de Suisse in diesem Jahr, hält nun auch in Frankreich unerwartet die Fahne des früheren Team Sky hoch: Yates ist als Zehnter weit hinter ihm zurück, Martinez ist als Nummer 30 mit knapp zwei Stunden Rückstand auf Vingegaard kein Faktor.

Thomas und Ineos - ein gespaltenes Verhältnis

Thomas‘ gespaltenes Verhältnis zum eigenen Team hat eine Vorgeschichte, schon 2020 überraschte Ineos mit dem Paukenschlag, dass Thomas wegen Formschwäche gar nicht für die Tour nominiert wurde - wie auch der inzwischen sportlich völlig abgestürzte Ex-Dominator Chris Froome. Thomas wurde stattdessen damals angehalten, sich auf den Giro d‘Italia zu konzentrieren, den er als Kapitän bestritt.

Auch bei der Tour de Suisse in diesem Jahr war eigentlich eine andere Hierarchie geplant: Kapitän sollte eigentlich der dann mit Corona außer Gefecht gesetzte Yates sein.

Thomas sieht aber nicht nur das Negative an der Art und Weise, wie das Team mit ihm umgeht: „Es gab mir ein bisschen mehr Aufwind und ich habe mein Training etwas geändert. Ich habe einen neuen Trainer und das hat mir neuen Antrieb gegeben“, schildert er.

Alles zur Tour de France 2022 bei SPORT1:

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