Basketball-Trainer: „Frauensport nicht weniger attraktiv“

Basketball-Trainer: „Frauensport nicht weniger attraktiv“
Basketball-Trainer: „Frauensport nicht weniger attraktiv“

Für Trainer Harald Janson vom neuen deutschen Frauen-Basketball-Meister Eisvögel Freiburg sind die finanziellen Unterschiede zum Männersport schwer zu akzeptieren. „Ein deutscher Basketballer verdient in der Regel das Hundertfache von einer deutschen Basketballerin“, sagte Janson dem Deutschlandfunk, „und so sehen auch die Budgets der Vereine aus und daran ändert sich nichts.“

Freiburg hatte sich am Freitag zum ersten Mal den Titel gesichert. Ein Schritt nach vorn sei dadurch aber nicht zu erwarten. Der Erfolg bedeute nicht das, "was es beispielweise im Fußball oder Herren-Fußball bedeutet, dass automatisch die Gelder fließen", so Janson: "Wir arbeiten weiterhin beschaulich an unserem Budget." Der Etat des Klubs liegt bei 200.000 Euro.

Hierzulande sind die Probleme laut Janson besonders groß. Es gebe ein Dreieck, das voneinander abhängig sei, aber sich gegenseitig befruchte: "Dieses Dreieck lautet: Männerfußball ? Medien ? Wirtschaft. Und es ist in keinem Land Europas so schwer, in dieses Dreieck einzudringen."

Auch fehlten der jungen Generation weibliche Vorbilder. „Wir brauchen Institutionen, um Mädchen stark zu machen, um Mädchen die gleichen Chancen wie ihren männlichen Pendants zu geben“, sagte Janson: „Frauensport ist nicht weniger attraktiv, wir erleben im Frauensport genau dieselben Emotionen. Man muss nur ermöglichen, dass sich die Fans und die Kinder mit den Sportlern identifizieren können.“

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