Transfers? Keine Lösung für Heldt - "Extrameter" sind gefordert

Sportinformationsdienst
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Der neue Manager Horst Heldt sieht Transfers nicht unbedingt als Weisheit letzter Schluss an, um den krisengeplagten Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln zum Klassenerhalt zu führen.

"Wir müssen die Grundsatzentscheidung treffen, inwieweit wir bereit sind, ins Risiko zu gehen. Der Schlüssel zur Rettung sind aber nicht zig weitere Zugänge, sondern ist die Bereitschaft, den Extrameter zu gehen. Die ist absolut vorhanden", sagte der 49-Jährige im Interview mit dem Kölner Stadt-Anzeiger und dem Express.


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Aber es sei zurzeit nicht jeder in der Lage, "diesen Extrameter zu gehen. Wir werden herausfinden, woran das liegt", so der Ex-Nationalspieler: "Und wenn es um Neuzugänge geht, schaue ich als erstes in den Nachwuchsbereich. Da sind wir sehr gut aufgestellt, dahin geht mein erster Blick."

Heldt und Gisdol keine Wunderheiler

Er und der neue Trainer Markus Gisdol könnten in der Kürze der Zeit keine Wunderdinge vollbringen. "Eins ist klar: Hand auflegen und Wunderheiler - das sind weder Markus noch ich. Wir haben keine Zeit, aber es braucht ein Stück weit Zeit", betonte Heldt. Man müsse zusehen, "dass wir schnell punkten, daran wird der Trainer alles setzen. Die Mannschaft war im freien Fall und ob sie einen Boden gefunden hat, ist noch nicht klar".

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Für ihn seien Kritik und Skepsis, die ihm und Gisdol entgegenschlugen, "in erster Linie Ansporn". Manchmal habe er das Gefühl, "dass einem im Fußballgeschäft Erfahrung heutzutage als Nachteil ausgelegt wird. Das ist dann geprägt von Vorurteilen", so der langjährige Manager von Schalke 04 und von Hannover 96.


Er habe seine eigene Sichtweise. Heldt: "Ich weiß, was ich kann und was ich nicht kann. Mein Schwager ist Prof. Dr. Wolfgang Jenewein. Er hat mehrere Bücher zum Thema Leadership geschrieben. Es geht um Führung von Menschen und die Frage: Wie kann ich Menschen zu Höchstleistungen treiben. Ich sitze also an der Quelle, was das betrifft. Ich bin allerdings auch nicht der Wundermann, den man in Köln immer gerne hätte - egal auf welcher Position."

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