Traumtor-Gala! Gladbach verpasst Sieg gegen Stuttgart

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Traumtor-Gala! Gladbach verpasst Sieg gegen Stuttgart
Traumtor-Gala! Gladbach verpasst Sieg gegen Stuttgart

Adi Hütter erhob sich schmallippig von seiner Trainerbank, die Spieler von Borussia Mönchengladbach standen ein wenig unschlüssig auf dem Rasen, ehe sie sich bei den Fans in der Nordkurve aufmunternden Applaus abholten.

Der fünfmalige deutsche Meister musste sich nach zwei Siegen gegen den ersatzgeschwächten VfB Stuttgart mit einem 1:1 (1:1) begnügen und steckt vorerst im Tabellenmittelfeld fest. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Gladbach: Stindl nach Remis verärgert

„Das ist total ärgerlich“, sagte Kapitän Lars Stindl bei Sky: „Es ist schade, dass wir uns nicht belohnt haben. Wir brauchen jede Woche eine Topleistung, sonst spielen wir eben nur 1:1.“

Jonas Hofmann (42.) verhinderte nach dem Rückstand durch Konstantinos Mavropanos (15.) immerhin die erste Heimniederlage der Saison. Gladbach gab 31 Torschüsse ab, schlug daraus aber wenig Kapital. (Das Spiel zum Nachlesen im LIVETICKER)

„Wir haben speziell in der ersten Halbzeit ein richtig gutes Spiel gezeigt“, erklärte Hütter. „Nach der Pause haben wir in vielen Situationen nicht mehr sauber gespielt, deswegen ärgern wir uns ein bisschen.“

Matarazzo vertraut auf Bredlow

Hütter vertraute der Startelf vom Sieg in Wolfsburg vor der Länderspielpause, VfB-Coach Pellegrino Matarazzo setzte auf den zuletzt corona-positiv getesteten Torwart Fabian Bredlow. Der 26-Jährige hatte die häusliche Isolation in Abstimmung mit den Behörden erst am Freitag beendet.

„Es war eine verrückte Woche“, bilanzierte der Keeper: „Der Punkt ist definitiv verdient, gerade in der zweiten Halbzeit haben wir echt ein gutes Spiel gemacht.“

Insgesamt beklagten die Schwaben in den vergangenen zwei Wochen sechs Coronafälle. Darunter auch Stammtorhüter Florian Müller, der sich wie Orel Mangala, Roberto Massimo, Waldemar Anton und Erik Thommy in häuslicher Quarantäne befindet.

„Ich bin schon zufrieden nach diesen turbulenten zehn Tagen“, betonte Matarazzo. „Gladbach hatte mehr Torschüsse, aber insgesamt geht der Punkt in Ordnung.“

Die Gladbacher wollten die personelle Not des Gegners sofort ausnutzen und legten vor 41.608 Zuschauern von Beginn an den Vorwärtsgang ein. Manu Koné zielte aber zu hoch (11.), Luca Netz scheiterte an Bredlow (12.). (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Mavropanos trifft aus der Distanz

Die Gäste waren effizienter und gingen mit ihrem ersten ernsthaften Angriff in Führung. Mavropanos traf gegen Yann Sommer aus der Distanz, es war bereits das dritte Saisontor des Defensivspielers.

Die Gladbacher übernahmen nach dem Rückstand sofort wieder die Kontrolle, taten sich gegen die dicht gestaffelte Abwehr des VfB aber schwer. Stürmer Breel Embolo fehlten die Räume, um seine Schnelligkeit auszuspielen.

Viel Platz hatte hingegen Matthias Ginter. Der Nationalspieler schaltete sich aus der Dreierkette über die rechte Seite immer wieder ins Spiel nach vorne ein und verfehlte mit seinem Abschluss das Stuttgarter Tor nur knapp (18.). (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Coulibaly verpasst zweiten VfB-Treffer

Trotz aller Überlegenheit hätten die Gastgeber fast das nächste Tor hinnehmen müssen. Nach einem Fehlpass von Koné tauchte Tanguy Coulibaly frei vor Sommer auf, sein Lupfer war aber viel zu überhastet und ging deutlich drüber (31.).

Gladbach rannte auch in der Folge weiter an, es mangelte dem Spiel der Fohlen aber ein wenig an Tempo und Kreativität. Dennoch hätte Mavropanos fast auch ins eigene Tor getroffen, Bredlow reagierte aber stark (38.). Auch gegen Netz war der Schlussmann zur Stelle (41.).

Ausgleich durch Traumtor von Hofmann

Eine Minute später war er aber machtlos. Nationalspieler Hofmann traf sehenswert von der Strafraumgrenze und untermauerte damit seine starke Form der vergangenen Wochen.

Nach dem Wechsel das gleiche Bild: Gladbach dominierte, Stuttgart lauerte auf Fehler und Konter. Stindl war nach einer scharfen Hereingabe von Ginter zu überrascht (51.).

Hütter brachte in Patrick Herrmann und Alassane Plea frische Offensivkräfte (66.). Stuttgart verteidigte aber weiterhin aufmerksam und ließ sich nicht mehr überraschen.

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