Die traurige Geschichte hinter Rashicas Adler-Jubel

Sportinformationsdienst
Sport1

Erst die Freude, dann die Trauer.

Bei allem Jubel über seine beiden Tore, das symbolische Formen eines Adlers, des Wappentiers der albanischen Flagge, war Milot Rashica ein Herzensbedürfnis.


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Der Stürmer von Werder Bremen konnte und wollte ungeachtet des wichtigen 3:2 (2:1)-Sieges im Nordduell beim VfL Wolfsburg das verheerende Erdbeben auf dem Balkan nicht vergessen.

Rashica denkt an Erdbebenopfer

"Es ist eine sehr traurige Situation für alle Menschen aus dem Kosovo und Albanien. Wir versuchen, uns alle gegenseitig zu helfen. Wir stehen alle zusammen und hoffen, dass die guten Tage für uns wiederkommen werden", sagte der 23-Jährige.

Bei der Naturkatastrophe waren vor einer Woche mehr als 40 Menschen ums Leben gekommen, viele Häuser sind komplett zerstört oder bis auf weiteres nicht bewohnbar.

Der sportliche Weg des Torjägers, der in dieser Saison nach nur neun Liga-Einsätzen sechs Treffer und drei Assists zu Buche stehen hat, ist mit beiden Ländern eng verknüpft.


Für Albanien durchlief Rashica alle U-Nationalmannschaften, seit der vollständigen Aufnahme des Kosovo durch FIFA und UEFA trägt er das Trikot des noch jungen Staates.

Rashica für Bremen enorm wertvoll

Und seit knapp zwei Jahren auch das von Werder Bremen. Nach Anlaufschwierigkeiten mit Problemen in der Rückwärtsbewegung ist der dribbelstarke Flügelspieler die schärfste Waffe der Norddeutschen bei deren Bemühen, sich aus dem Tabellenkeller zu befreien.

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"Milot ist ein Spieler, der Spiele entscheiden kann. Und das findest du nicht so häufig", sagte Trainer Florian Kohfeldt anerkennend.


Sieben Millionen Euro mussten die Grün-Weißen im Januar 2018 an Vitesse Arnheim in die Niederlande überweisen, mittlerweile liegt der Marktwert Rashicas bei rund 20 Millionen Euro. Sein Vertrag an der Weser läuft noch bis 2022.

Das grün-weiße Sturmjuwel könnte also kurz- oder mittelfristig eine Menge Geld in die Werder-Kasse spülen, aktuell allerdings fühlt sich Rashica in der Hansestadt so wohl wie noch nie: "Das Team vertraut mir, und ich werde immer selbstbewusster. Vor allem haben wir gegen Wolfsburg gezeigt, dass wir offensiv und defensiv gut spielen und Tore schießen können."

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