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Hat sich PSG verzockt?

·Lesedauer: 4 Min.
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Hat sich PSG verzockt?
Hat sich PSG verzockt?

„Ein König in Paris“, titelte die französische Zeitung L‘Union, als Lionel Messi in Frankreichs Hauptstadt vorgestellt wurde. Und man hätte meinen können, dass es bereits die zweite Krönung in einem Sommer in der französischen Hauptstadt war.

Denn kurz vorher hätte die Schlagzeile ähnlich sein können - schließlich war auch der Mann zu Paris Saint-Germain gewechselt, der lange Jahre als König der Königlichen galt. Als Leader von Real Madrid. Die Rede ist von Sergio Ramos.

Die beiden hatten über etwas mehr als ein Jahrzehnt eine innige Rivalität in Spanien unterhalten. Sie waren, mit Cristiano Ronaldo, die Gesichter des wohl größten Duells des Klub-Fußballs - des Clásico zwischen dem FC Barcelona (Messi) und Real Madrid (Ramos).

Ramos wartet noch auf sein Debüt

Da wundert es nicht, dass die Transfers der beiden - zugegeben in die Jahre gekommenen - Superstars die ganze Fußball-Welt in Atem hielten. Doch gut zwei Monate später ist es fast schon ruhig um die erstaunliche Konstellation geworden.

Ein Grund liegt dabei auf der Hand: Ramos hat noch immer nicht sein Debüt für PSG feiern können. Es ist eine seltsame und ungewohnte Situation, die sich rund um den 35-Jährigen abspielt. Immerhin kann man vieles über die Karriere des Spaniers sagen, doch ruhig war es nie um ihn.

Womöglich hatte der eine oder andere Fußball-Fan sogar vergessen, dass Ramos seine Karriere noch gar nicht beendet hat. Zumindest bis vor wenigen Tagen, als ein erstaunlicher Bericht an die Öffentlichkeit gelangte. Dessen Kernbotschaft: PSG denkt über eine Vertragsauflösung von Ramos nach.

Ramos: Vier Millionen Euro ohne ein Spiel

Veröffentlicht hat den Bericht die französische Zeitung Le Parisien, die rund um PSG in der Regel gut informiert ist. Sie beruft sich auf „Informationen aus dem Inneren des Vereins“.

Der Grund dürfte das üppige Jahresgehalt des spanischen Rekordnationalspielers sein. Rund 15 Millionen Euro soll dieses betragen. Bedeutet: Ramos hat bislang etwa vier Millionen Euro eingestrichen, ohne ein einziges Spiel für die Franzosen gemacht zu haben.

Die Hintergründe hinter Ramos‘ Fehlen sind unübersichtlich. Immer wieder hieß es, dass ein Debüt kurz bevorstehe. Dann hieß es, dass er doch wieder von einer Verletzung zurückgeworfen wurde. Derzeit hindern ihn Probleme an der Wade daran, endlich für seinen neuen Klub auf dem Rasen zu stehen.

Das Alter, es scheint selbst vor noch spielenden Legenden nicht Halt zu machen.

Messi wirkt wie ein nostalgischer Mann

Messi hat seinem ehemaligen Kontrahenten das Debüt voraus. Er feierte jenes am 29. August bei Stade Reims. Ausgerechnet an dem Ort, an dem früher die Könige in Frankreich gekrönt wurden. Ein Helden-Epos schrieb sich quasi von selbst.

Doch seitdem ist wenig heldenhafter Stoff hinzugekommen. In der Ligue 1 wartet der 34-Jährige noch auf seinen ersten Treffer oder überhaupt auf eine Torbeteiligung. In drei Partien in der Königsklasse hat er hingegen bereits drei Tore erzielt. Sein Debüt-Treffer gelang gegen den Fußball-Riesen Manchester City. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Champions League)

Trotzdem fehlten in seinen Auftritten bislang die Glanzpunkte, wie sie zu Barca-Zeiten noch auf der Tagesordnung standen. Auf dem Rasen scheint der Argentinier fast deprimiert.

Des Öfteren wirkte er zuletzt wie ein nostalgischer Mann, der weiß, dass er nie wieder so gut werden wird, wie das noch vor einigen Jahren der Fall war. Außerdem fehlte er immer wieder angeschlagen.

Messi sei „ein Schatten des Genies, das er ist“, urteilte L‘Équipe jüngst. Die eine oder andere Träne, die von dem Tränenmeer übrig geblieben ist, das Messi bei seinem Abschied aus Barcelona vergoss, scheint in manchen Augenblicken jeden Moment herunterzukullern. Tut es aber dann doch nicht.

Ramos und Messi: Wenig königliche Schicksale

Beide Schicksale der ehemaligen Rivalen sind wenig königlich. Vor dem Spiel bei RB Leipzig in der Champions League am Mittwochabend (Champions League: RB Leipzig - PSG ab 21 Uhr im LIVETICKER) wird das besonders deutlich. An ein Debüt von Ramos ist noch immer nicht zu denken und auch Messi wird in Sachsen fehlen. Wegen Sehnenbeschwerden im linken Knie.

Mit der Defensiv- und Führungsstärke von Ramos und den Geniestreichen von Messi sollte in Paris eigentlich das lang ersehnte Ziel der Besitzer aus Katar erreicht werden. Der Traum: der Henkelpott in Paris.

Derzeit ist aber fraglich, ob die Superstars bei dieser Mission überhaupt helfen können - oder vielleicht nur im Weg stehen. PSG könnte sich verzockt haben. Klar ist aber auch: Abschreiben darf man Kämpfer und Genies nie.

Und für Spieler wie Ramos und Messi sind die beiden Kategorien erfunden worden. Wer in welche gehört, sollte klar sein.

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