Trotz Machtwort: Was passiert, wenn Flick gehen will?

Florian Plettenberg
·Lesedauer: 2 Min.
Trotz Machtwort: Was passiert, wenn Flick gehen will?
Trotz Machtwort: Was passiert, wenn Flick gehen will?

"Wir wären ja verrückt, wenn wir jetzt unseren Trainer vorzeitig gehen lassen würden!"

Karl-Heinz Rummenigge hat sich in der Debatte um Hansi Flick als möglichen Bundestrainer-Nachfolger für Joachim Löw gegenüber der dpa erneut klar positioniert.

Alles zum Bayern-Auftritt gegen Lazio im Fantalk mit Stefan Effenberg, Mario Basler und Olaf Thon am Mittwoch ab 20.15 Uhr live auf SPORT1

Bereits Anfang Februar hatte er im SPORT1-Interview klar gestellt, dass er im Falle eines DFB-Werbens davon ausgeht, dass Flick seinen Vertrag respektiere und "hundertprozentig” Bayern-Trainer bleibe.

Jetzt das neue Machtwort vom Bayern-Boss. Trotzdem dürfte ein Flick-Wechsel zum DFB damit nicht hundertprozentig vom Tisch sein.

Denn: Käme Flick von sich auf die Bayern-Verantwortlichen um Rummenigge, Herbert Hainer, Oliver Kahn und Hasan Salihamidzic zu und bäte für den Posten des Bundestrainers persönlich um Freigabe, wäre die Situation eine neue. (Tabelle der Bundesliga)

Bierhoff im direkten Austausch mit Kandidaten

Dieser Schritt ist bislang ausgeblieben. Weder Flick, noch Nationalmannschafts-Direktor Oliver Bierhoff sind bei der FCB-Führung vorstellig geworden.

Flick will am Mittwoch gegen Lazio Rom den Einzug ins Viertelfinale der Champions League klarmachen (Champions League: FC Bayern - Lazio Rom, Mi., ab 21 Uhr im LIVETICKER) und den Vorsprung an der Bundesliga-Spitze weiter ausbauen (derzeit vier Punkte vor RB Leipzig). Bierhoff will sich bei der Trainersuche Zeit lassen und mehrere Bundestrainer-Varianten durchdenken.

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Zeitnah plant er den direkten Austausch mit Kandidaten und verschiedenen Bundesliga-Managern. Zudem wollen er und DFB-Präsident Fritz Keller ihr Versprechen einhalten, nicht an Kandidaten heranzutreten, die über den 30. Juni 2021 hinaus an ihren Verein gebunden sind. Flick hat sogar einen Vertrag bis 2023.

Flick-Abschied würde Nagelsmann zum Thema machen

Somit bleibt es dabei: Solange Flick nicht proaktiv wird und auf die Bayern-Bosse zugeht, bleibt die Führung an der Säbener Straße ruhig.

Bittet Flick persönlich um Freigabe, dürfte selbst Rummenigges runderneuertes Wechselverbot inklusive maximaler Wertschätzung nur wenig wert sein. Grundvoraussetzung für die Wechsel-Freigabe ist und bleibt aber, ob die Bayern im Falle von Flicks vorzeitigem Abschied einen passenden Nachfolger finden – etwa Julian Nagelsmann, an dem der FC Barcelona aber derzeit mehr Interesse zeigt als der FC Bayern. (Spielplan und Ergebnisse der Bundesliga)