Trotz Motor- und Fahrerwechsel: McLaren will sofort konkurrenzfähig sein

Norman Fischer
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Obwohl McLaren für die Formel-1-Saison 2021 einige wichtige Veränderungen vornehmen muss, möchte der Rennstall von Saisonbeginn an konkurrenzfähig sein. Das hat Teamchef Andreas Seidl betont. McLaren muss unter anderem den Wechsel von Renault- auf Mercedes-Motoren bewerkstelligen und auch Daniel Ricciardo neu ins Team integrieren.

"Unser Ziel ist klar", betont Seidl. "Wir haben bis zum ersten Rennen einen Plan, die Power-Unit von Mercedes und auch Daniel zu integrieren. Wir wollen vom ersten Saisonrennen an so konkurrenzfähig wie möglich sein", so der Deutsche.

Doch Seidl gibt sich optimistisch, dass sein Team die Umstellungen bewerkstelligen kann: "Wir haben ein sehr talentiertes Team, ein sehr engagiertes Team und eine Menge Erfahrung. Auch unsere Kollegen [im Mercedes-Motorenwerk] in Brixworth sind sehr erfahren, genau wie Daniel."

"Wir sind uns der Herausforderungen bewusst. Gleichzeitig sind wir aber zuversichtlich, dass wir diese Herausforderungen über den Winter bewältigen und beim ersten Rennen in Melbourne in guter Form sein können", so Seidl.

Einen kleinen Nachteil hat das Team aber dadurch, dass man im Gegensatz zur Konkurrenz keine Entwicklungstoken ausgeben darf, weil man die Erlaubnis bekommt, das Auto für den Mercedes-Motor anzupassen. "Aber das haben wir akzeptiert", so Seidl, der den Wechsel für den richtigen Schritt hält. "Daher sind wir trotzdem mit dem Kompromiss zufrieden."

Ein weiterer Nachteil war, dass man im Gegensatz zur Konkurrenz nicht am Abu-Dhabi-Test teilgenommen hatte. Daniel Ricciardo konnte seine Arbeit für McLaren erst im neuen Jahr aufnehmen, doch bei McLaren hat man konkrete Vorstellungen, wie man den Australier integrieren möchte.

"Der Hauptfokus liegt auf der Integration im technischen und sportlichen Bereich", sagt Seidl. "Gleichzeitig haben wir einen Plan, ihn als Teammitglied bei der Kommunikation, im Marketing und der Business-Seite zu integrieren."

Das alles hat schon Anfang Januar begonnen. "Denn wir haben nicht viel Zeit", so Seidl. "Es gibt viele Sessions - online und mit einer Menge Präsenz im MTC (McLaren Technology Center). Das Ziel ist es, dass er sich so schnell wie möglich heimisch fühlt. Und dann schauen wir darauf, gemeinsam mit ihm ab dem ersten Rennen zu performen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.