Tuchel fügt Klopp Rekordpleite zu

SPORT1
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Thomas Tuchel und Jürgen Klopp (Photo by Laurence Griffiths/Getty Images)
Thomas Tuchel und Jürgen Klopp (Photo by Laurence Griffiths/Getty Images)

Nach dem 2:0-Sieg in Sheffield hatte der FC Liverpool auf eine Trendwende gehofft - doch daraus wurde nichts.

Im Gegenteil: Im Duell der beiden deutschen Trainer feierte Thomas Tuchel einen 1:0-Sieg seines FC Chelsea gegen Jürgen Klopp und seine Reds an der Anfield Road.

Damit verlor der Titelverteidiger alle seine fünf letzten Heimspiele - eine verheerende Bilanz und gleichzeitig negativer Rekord. Noch nie in der Geschichte des ruhmreichen Klubs gab es fünf Heimpleiten am Stück.

Havertz wieder nur Bankdrücker

Zudem eroberten die Blues im Champions-League-Rennen mit 47 Punkten den begehrten vierten Tabellenplatz und haben nun vier Zähler Vorsprung auf die strauchelnden Reds.

Den einzigen Treffer erzielte Mason Mount in der 42. Minute mit einem platzierten Schuss von der Strafraumgrenze. Zuvor hatten die Blues bereits in der 24. Minute gejubelt, doch Timo Werners Treffer wurde wegen einer hauchdünnen Abseitsstellung vom VAR kassiert.

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Während auch Antonio Rüdiger in der Startelf stand, kam Kai Havertz erst in der Nachspielzeit für Werner ins Spiel.

Während Klopp und die Reds derzeit mit ihrem Latein am Ende scheinen, ist Tuchels Bilanz beeindruckend. Seit seinem Amtsantritt hat der frühere PSG-Coach in zehn Premier-League-Spielern noch immer nicht verloren (7 Siege, 3 Remis) - und dabei erst zwei Gegentore kassiert.

Liverpool mit einem einzigen Torschuss

"Es war ein verdienter Sieg", sagte Tuchel nach der Partie bei Sky. "Wir waren vom Édouard Mendy bis Timo Werner scharf. Es war ein Sechs-Punkte-Spiel, wir müssen aber weitermachen. Wir haben noch elf Spiele, das nächste schon wieder gegen ein Top-4-Team (Everton, d.R.)".

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Bei Liverpool zeigte erneut die verletzungsbedingt dezimierte Defensive Schwächen, so auch beim Siegtreffer von Mount, der unbedrängt von der Strafraumgrenze abziehen durfte.

Nach dem Seitenwechsel blieb Chelsea die gefährlichere und präsentere Mannschaft. So verhinderte nach einem Konter der nach dem Tod seines Vaters zurückgekehrte Liverpool-Keeper Alisson gegen Werner (77.) die Vorentscheidung.

Besonders beängstigend: Im gesamten Spielverlauf schaffte die Klopp-Elf nur einen einzigen Torschuss. "Wir müssen mehr Torchancen haben bei den Spielanteilen", sagte Klopp. "Alles war richtig gut - bis auf den finalen Pass. Wir müssen in den entscheidenden Szenen unsere Qualität zeigen. Das tun wir derzeit nicht."

Für Klopp und Liverpool rücken nun die Champions-League-Plätze in weiter Ferne. "Das war ein harter Schlag", sagte der deutsche Coach. "Wenn man so viele Spiele verliert, dann müssen wir nicht über die Champions League reden."

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