TV-Rechte Formel 1: Kommt nach RTL jetzt ServusTV?

Christian Nimmervoll
motorsport.com

Die Bekanntgabe von RTL, die Formel 1 ab 2021 nicht mehr live im deutschen Free-TV zu übertragen, sorgt für Bewegung auf dem Sportrechtemarkt. Während in Deutschland alles darauf hinausläuft, dass der Grand-Prix-Sport nur noch bei Sky im Pay-TV sowie beim hauseigenen FOM-Angebot F1 TV zu sehen sein wird, scheint sich auch in Österreich was zu tun.

Momentan überträgt in Österreich der öffentlich-rechtliche ORF mit dem beliebten Kommentatoren-Duo Ernst Hausleitner und Alexander Wurz. Der Vertrag läuft allerdings Ende 2020 aus und wurde bisher nicht verlängert.

'Der Standard' berichtet zwar, dass sich der ORF und Rechteinhaber Liberty Media über eine Fortsetzung des Vertrags so gut wie einig sind. Offiziell bestätigt das der ORF aber nicht: "Wir sind in Gesprächen", lässt der Sender lediglich ausrichten.

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Sollte es mit der Vertragsverlängerung nicht klappen, könnte eine Tür für ServusTV aufgehen, den hauseigenen Sender von Red Bull. Der überträgt in Österreich die MotoGP und neuerdings auch die Champions-League und hat in der Vergangenheit immer wieder Interesse an den Formel-1-Rechten bekundet.

"Oberbulle" Dietrich Mateschitz schränkt aber ein: "Wir sind grundsätzlich kein Sportsender", sagt er in einem Interview mit den 'Salzburger Nachrichten' - und ergänzt: "Wir müssen eine solche Möglichkeit gut überlegen."

"Formel-1-Rechte sind für einen Sender immer interessant, aber wir können jetzt nichts dazu sagen. Wir müssen abwarten, wie der ORF entscheidet und was Sky macht. Es hängt einfach von der Marktsituation ab. Die beobachten wir, und die muss immer interessant sein", so Mateschitz.

Da in Deutschland alles darauf hinausläuft, dass Sky die Formel-1-Rennen exklusiv hinter einer Paywall zeigen wird, könnten ORF und/oder ServusTV zumindest für all jene eine Alternative sein, die österreichisches Fernsehen empfangen können.

Mit Bildmaterial von LAT.

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