FIFA-Boss wegen Privatjet-Flug in Erklärungsnot

Sportinformationsdienst
Sport1

Präsident Gianni Infantino vom Fußball-Weltverband FIFA gerät wegen des Einsatzes eines Privatjets offenbar in Erklärungsnot.

Wie die Süddeutsche Zeitung in ihrer Wochenendausgabe berichtet, ließ Infantino als Begründung für eine teure Rückreise aus Surinam ein Treffen mit UEFA-Präsident Aleksander Ceferin angeben – das angeblich aber frei erfunden war. 

Dies gehe aus einem internen Mailverkehr hervor. Demnach buchten Infantino und seine Delegation am Ende einer Reise durch amerikanische Staaten im April 2017 kurzfristig einen Privatjet für den Rückflug in die Schweiz, weil sich die gebuchten Linienflüge verschoben hätten. Die Extrakosten sollen im sechsstelligen Bereich gelegen haben. 

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Treffen mit UEFA-Boss nur ein Vorwand?

Beim formal unabhängigen Audit- und Compliance-Komitee sei die Buchung mit einem wichtigen Treffen mit Ceferin am Folgetag in Nyon begründet worden. Nach SZ-Recherchen weilte der Chef der Europäischen Fußball-Union (UEFA) an jenem Tag aber in Armenien. 


Die FIFA teilte auf SZ-Anfrage mit, dass die Buchung in Übereinstimmung mit den Regeln erfolgt sei. Zu Kosten des Fluges und den konkreten Vorgängen machte sie keine Angaben. 

Infantino, seit 2016 FIFA-Präsident, ist in der Schweiz derzeit auch in die Justizaffäre um Michael Lauber verwickelt, den Chefankläger der Berner Bundesanwaltschaft. Lauber droht wegen mehrerer Geheimtreffen mit Infantino die Amtsenthebung.

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