Union muss sich neu beweisen

Union muss sich neu beweisen
Union muss sich neu beweisen

Trotz des guten Saisonstarts mit dem Fußball-Bundesligisten Union Berlin dämpft Manager Oliver Ruhnert die aufkommende Euphorie.

„Gottseidank ist der Erfolg darin begründet, dass wir im Hier und Jetzt leben und nicht in irgendwelchen Sphären, die uns nicht gerecht würden“, sagte der 50-Jährige im WAZ-Interview und reagierte damit auf Sprechchöre („Deutscher Meister wird nur der FCU“) im vergangenen Heimspiel gegen RB Leipzig (2:1), bei dem die Eisernen angesichts einer 2:0-Führung sogar zwischenzeitlich Tabellenführer waren.

Ruhnert weiter: „Alles ist eine Momentaufnahme im Fußball. Wenn man so eine Struktur hat wie Union Berlin, nach wie vor mit dem kleinsten Stadion der Liga, mit dem viert- oder fünftniedrigsten Etat, dann ist es harte Arbeit, die wir jedes Jahr aufs Neue beweisen müssen.“

Ruhnert: Union „ein bisschen Schalke in anders“

Am Samstag (15.30 Uhr) gastiert Union bei Ruhnerts Ex-Klub Schalke 04. Der Geschäftsführer erinnert sich: „Ich hatte nach Schalke eigentlich andere Pläne. Aber mich hat vieles an Schalke erinnert. Die Mentalität der Leute drumherum, diese Emotionalität, das enge Stadion, was sich der Verein aufgebaut hat, Menschen, die wirklich alles für den Klub geben, ein bisschen Schalke in anders.“

Den Bundesliga-Abstieg der Königsblauen 2021 hätte er nicht für möglich gehalten. „Schalke ist für mich ein Klub mit einer unfassbaren Möglichkeit. Ich glaube nach wie vor, dass Schalke eigentlich zu den Big Playern gehört und irgendwann wieder gehören wird.“