"Unprofessionell!" Gewichts-Wirbel um Skisprung-Star

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"Unprofessionell!" Gewichts-Wirbel um Skisprung-Star
"Unprofessionell!" Gewichts-Wirbel um Skisprung-Star

Skisprung-Olympiasiegerin Maren Lundby hat für einen Paukenschlag im Wintersport gesorgt.

Dier Norwegerin lässt die Olympiasaison 2021/22 schweren Herzens aus. Die 27-Jährige, die 2018 in Pyeongchang Gold gewonnen hatte und sich 2019 und in diesem Jahr zur Weltmeisterin krönte, verzichtet damit auch auf die Winterspiele 2022 in Peking, weil sich ihr Körper „verändert“ habe, wie sie unter Tränen beim TV-Sender NRK sagte.

„Skispringen fordert viel, das Gewicht ist ein Teil davon. Mein Körper hat sich zuletzt verändert, aus diesem Grund will ich nicht alles opfern, um in Peking auf Top-Niveau zu sein“, sagte Lundby. Die Entscheidung sei ihr sehr schwer gefallen, „aber diese Saison funktioniert es einfach nicht“. Ihre Priorität liege auf ihrer Gesundheit, so Lundby.

Eine BMI-Regel hilft, dass zwar seltener bis zur Grenze zur Magersucht gehungert wird - dennoch gibt es Schlupflöcher, um diese ein wenig auszuhebeln, was gerne einmal ausgenutzt wird.

Lundby trifft Entscheidung und sagt Saison ab

Lundby hat nun jedoch den Stecker gezogen - und scheint mit ihrer Entscheidung glücklich zu sein.

„Ich habe eine tolle Zeit und bin sehr glücklich. Gesundheitlich geht es mir gut, vielleicht so gut wie noch nie. Nur ist mein Körper derzeit nicht fürs Skispringen geeignet. Es muss erlaubt sein, das zu sagen und ich hoffe, die Menschen da draußen erkennen an, dass ich so offen darüber rede“, sagte sie.

Und weiter: „Ich habe mein Gewicht nie unverantwortlich kontrolliert, auch das gehört zu meinem Erfolgsrezept.“ (NEWS: Alles zu den Olympischen Spielen)

Wegen eines grippalen Infekts musste Lundby nach ihrem Gold-Triumph in Oberstdorf im März die Saison beenden und erklärte zudem, nicht am Sommer-Grand-Prix teilnehmen zu wollen.

Lundby nach Teilnahme an TV-Show in der Kritik

Ihr Alternativplan: Der Skisprung-Star nahm an der norwegischen „Let‘s dance“-Variante teil und tanzte im TV. Von einigen norwegischen Experten hagelte es dafür Kritik.

So bezeichnete etwa der Langläufer Emil Iversen das Verhalten von Lundby als „unprofessionell“.

Die Athletin wehrte sich gegen die Vorwürfe. “Ich bin sicher, dass es genau das Gegenteil ist, sonst würde ich nicht hier sitzen. Ich war immer schon sehr professionell in allem und werde es auch weiterhin bleiben.“

Inzwischen ist Iversen auch zurückgerudert und hat sich für seine Worte entschuldigt.

Lundby will im Skispringen ein Signal setzen

Lundby lässt sich sowieso nicht beirren und will ein Signal setzen - alles zu opfern, dazu sei sie nicht bereit: „Ich liebe Skispringen. Aber ich will lieber eine lange Karriere haben.“

Nach ihrer Pause will sie ohnehin wiederkommen. „Ich möchte weiterhin Skispringen machen. Es ist nur eine Frage der Zeit.“

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