Urlaub in der fremden Wohnung: So funktioniert der Wohnungstausch

Willy FlemmerFreier Autor für Yahoo

Eine Reise muss nicht zwangsläufig über ein teures Hotel führen. Urlaub kann man auch gemütlich in einer fremden Wohnung machen. Wir zeigen, wie ein Wohnungstausch funktioniert, welche Vorteile er hat und was man dabei bedenken sollte.

Bild: Getty Images
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Urlaub kann teuer sein. Warum daher in die Ferne schweifen und viel Geld für eine Unterkunft in einem teuren Hotel ausgeben, wenn es auch anders geht? Warum zum Beispiel nicht einfach mal mit Verwandten, Freunden, Bekannten, ja sogar fremden Menschen die Wohnung tauschen? Das ist erstens günstig und bietet für die Tauschenden zweitens diverse andere Vorteile.

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Die Vorteile eines Wohnungstauschs

Günstig fällt der Urlaub via Wohnungstausch insofern aus, als für den Reisenden keinerlei Unterkunftskosten anfallen. Diese zahlt ja schon der Wohnungseigentümer also der Tauschpartner – und umgekehrt. Hinzu kommen weitere Annehmlichkeiten. Zum Beispiel ist die Unterkunft nicht mit den typischen Einrichtungsgegenständen ausgestattet wie ein Hotel. Es gibt hier mehr als nur Bett, TV, WC, Dusche und Haartrockner. Wer Glück hat, dem stehen vielleicht sogar eine kleine Bibliothek und eine Auswahl an DVDs und Blu-rays zur Verfügung.

Das Gepäck des Reisenden muss also nicht mit dicken Wälzern oder Dingen überfrachtet werden, die es vielleicht in der neuen Wohnung gibt. Und: Wer mit dem Tauschpartner in gutem Kontakt steht, kann sich von diesem Insider-Tipps rund um den Urlaubsort einholen. Auf diese Weise kann man vielleicht die eine oder andere Sehenswürdigkeit entdecken, die in einem Reiseführer keine Erwähnung finden. Nicht zuletzt ist ein Urlaub via Wohnungstausch ökologisch nachhaltiger, denn private Unterkünfte haben eine deutlich bessere Klimabilanz als große Hotels.

Urlaub auf der fremden Couch (Bild: Getty Images)
Urlaub auf der fremden Couch (Bild: Getty Images)

Das sollte man bedenken

Vor dem Wohnungstausch sollte man sich jedoch gegen alle möglichen Eventualitäten absichern. Ratsam ist zum Beispiel der Besitz einer Hausrats- bzw. Unfallversicherung, die für die Schäden aufkommt, die man selbst verursacht hat. Auch sollten die Tauschparteien eine Vereinbarung unterzeichnen. Hier können nicht nur Fragen wie Höhe und Bedingungen der Kaution geregelt werden. Das Schriftstück kann überhaupt als Rechtsgrundlage dienen für den Fall, dass etwas schiefgeht. Und: Handelt es sich bei dem Tauschpartner um einen Fremden, dann sollte man sich über ihn informieren. Die eigene Wohnung sollte man nicht einem x-beliebigen Menschen überlassen.

Die Vorteile überwiegen offenbar die Eventualitäten, denn Wohnungstausche und Unterkünfte in privaten Wohnungen im Allgemeinen erfreuen sich einer immer größeren Popularität. Das merkt man auch daran, dass im Internet Tauschportale in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossen sind. Zu den populärsten Plattformen, die sich dem Phänomen widmen, gehören unter anderem haustauschferien.com, guesttoguest.de und homelink.de.

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