US-Frauen scheitern mit Klage - und sind geschockt

Sportinformationsdienst
Sport1

Die US-Fußballerinnen sind mit ihrer Klage auf gleiche Bezahlung wie ihre männlichen Kollegen vor Gericht gescheitert.

Richter Gary Klausner vom US-Bezirksgericht für Zentralkalifornien wies den von den Frauen gegen den nationalen Fußballverband USSF erhobenen Vorwurf der Lohndiskriminierung am Freitag in einem 32-seitigen Urteil zurück.

Rapinoe will nicht aufgeben

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"Wir werden nie aufhören, für GLEICHSTELLUNG zu kämpfen", schrieb Starspielerin und Vorkämpferin Megan Rapinoe bei Twitter. Teamsprecherin Molly Levinson fügte hinzu: "Wir sind schockiert und enttäuscht über die heutige Entscheidung, aber wir werden unseren harten Kampf für gleiches Entgelt nicht aufgeben." Die Spielerinnen denken nun über einen Einspruch nach.

Die Weltmeisterinnen um Rapinoe hatten den eigenen Verband nach zahlreichen gescheiterten Verhandlungsrunden Anfang März wegen Diskriminierung verklagt.


US-Spielerinnen: Wir werden schlechter versorgt

Die Spielerinnen fechteten dabei nicht nur an, dass sie trotz größerer sportlicher Erfolge weitaus schlechter bezahlt werden als die Männer-Nationalmannschaft, sondern auch, dass ihre Reisebedingungen und die medizinische Versorgung schlechter seien als bei den Männern. Über diesen Vorwurf will das Gericht am 16. Juni noch gesondert verhandeln.

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Das US-Bezirksgericht begründete sein erstes Urteil damit, dass die US-Fußballerinnen ein Verbandsangebot zu gleicher Bezahlung wie die Männer bereits abgelehnt hätten.

Die Weltmeisterinnen von 2019 hätten stattdessen zusätzlich noch höhere Prämien und gewisse Garantien gefordert. Rückwirkend könnten sich die US-Girls somit nicht über Lohndiskriminierung von Seiten der USSF beklagen, hieß es in der Urteilsbegründung.

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