US-Sprintstar Coleman: "Fühlte mich wie ein Opfer"

SID
US-Sprintstar Coleman: "Fühlte mich wie ein Opfer"
US-Sprintstar Coleman: "Fühlte mich wie ein Opfer"

Der US-amerikanische Sprintstar Christian Coleman hat rund eine Woche nach Einstellung der Dopingermittlungen gegen seine Person die Anti-Doping-Agentur seines Landes heftig kritisiert. "Ich fühlte mich wie ein Opfer, ich fühlte mich angegriffen", sagte der 23-Jährige in einem Video, das er am Mittwoch auf seinem YouTube-Kanal veröffentlichte.
In dem gut 22-minütigen Clip führte Coleman aus, wie er nach eigener Aussage ohne böse Absicht drei Dopingtests durch die USADA verpasste. Zweimal habe er es versäumt, seine Meldedaten zu aktualisieren, einmal sei der Anruf der Kontrolleurin ausgeblieben, beteuerte er.
"Die Menschen verstehen nicht, wie leicht es passieren kann, einen Test zu verpassen", erklärte der Sprintstar: "Manchmal vergisst du, die App zu aktualisieren, aber das hat nichts mit Doping zu tun oder dem Versuch, einem Test auszuweichen." Dass er "30 bis 40 Mal im Jahr" getestet werde, sei eine "verrückte Zahl", merkte der Weltjahresbeste über 100 Meter (9,81 Sekunden) an.
Er könne sich "einen Anwalt leisten und habe die besten Leute für meine Verteidigung, aber viele Menschen verdienen nicht viel Geld und wenn du ein Unbekannter bist, wirst du eventuell von der USADA überfahren", sagte der Sprinter weiter.
Coleman hatte nach Auffassung der USADA binnen zwölf Monaten drei Dopingtests verpasst und drohte damit sowohl für die WM in Katar als auch für die Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio gesperrt zu werden. Die USADA bestätigte am 25. August eine Anhörung in dieser Sache.
Eine Woche später teilte die Agentur allerdings mit, das Datum von Colemans erstem verpassten Test vom 6. Juni 2018 sei aus formalen Gründen auf den ersten Tag des Quartals, den 1. April 2018, rückdatiert worden. Damit lagen die Daten der drei so genannten "missed tests" Colemans nicht mehr innerhalb von zwölf Monaten. Seinem WM-Start steht damit nichts im Wege, nachdem auch die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) auf einen Protest verzichtete.







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