Ein Skandal, der heute keiner mehr wäre

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Ein Skandal, der heute keiner mehr wäre
Ein Skandal, der heute keiner mehr wäre

Diese Entscheidung schlägt bereits hohe Wellen.

In den USA dürfen College-Spieler ab sofort selbst an ihren Namens- und Bild-Rechten verdienen und somit Geld durch Verträge mit Partnern und Sponsoren kassieren. Bisher war das verboten.

College-Skandal um Reggie Bush

Jetzt will Reggie Bush, das wohl prominenteste Opfer der bisherigen Regelung, Wiedergutmachung! Der Football-Superstar (spielte von 2006 bis 2016 in der NFL) sorgte einst für einen Skandal, weil er gegen diese Verbote verstoßen hatte.

Bush war von 2003 bis 2005 an der University of Southern California (USC) - und nahm damals rund 300.000 US-Dollar von zwei vermeintlichen Agenten an. Das wäre jetzt erlaubt.

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Damals hatte es aber drastische Konsequenzen und sorgte für einen riesigen Skandal. Die Folge: Die USC bekam 14 Siege aberkannt und eine zweijährige Sperre für die Playoffs aufgebrummt. Und auch Bush persönlich spürte die Auswirkungen. (Alles zur NFL)

Der Running Back gab 2010 seine in den USA als legendär geltende Heisman Trophy als bester College-Spieler des Landes für das Jahr 2005 zurück und auch die Statistiken für die Spielzeit mit herausragenden 2.218 erlaufenen Yards, 9,4 Yards pro Lauf und 18 Touchdowns wurden gestrichen.

Nun fordert er aber eine Wiederanerkennung seiner Leistungen.

Bekommt Bush die Heisman Trophy zurück?

Sollte dies geschehen, rückt auch die prestigeträchtige Heisman Trophy wieder in greifbare Nähe. Der Heisman Trust äußerte sich am Freitag zu dem Fall und erklärte, dass er die Auszeichnung zurückbekommen könne, wenn die NCAA die Leistungen seiner damaligen Sensations-Saison wieder anerkenne.

"Bushs Statistiken für die Saison 2005 wurden von der NCAA gelöscht, und daher ist er gemäß der vom Heisman Trust aufgestellten und auf dem Heisman Ballot angegebenen Regel nicht berechtigt, die Heisman Memorial Trophy 2005 zu erhalten", erklärte die Organisation, hielt aber gleichzeitig die Chance offen: "Sollte die NCAA Bushs Status für 2005 wiederherstellen, freut sich der Heisman Trust darauf, ihn wieder in der Heisman-Familie willkommen zu heißen."

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Bush kämpft um Anerkennung

Der Ex-Profi seinerseits meldete sich bei Twitter mit einem Statement zu dem Fall.

"Es ist meine feste Überzeugung, dass ich die Heisman Trophy 'nur' aufgrund meiner harten Arbeit und Hingabe auf dem Football-Feld gewonnen habe und es ist auch meine feste Überzeugung, dass meine Statistiken wieder hergestellt werden sollten", schrieb Bush.

In einem Folge-Tweet fügte er hinzu: "Ich habe dieses Spiel nie betrogen. Das war es, was sie euch über mich glauben machen wollten."

Dass Bush seine Heisman Trophy zurück bekommt, gilt aber als unwahrscheinlich. Bush berichtete bei Twitter von mehreren Versuchen, die NCAA zum Umdenken in seinem Fall zu bringen. Sie seien aber erfolglos und bisher ohne Antwort geblieben.

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Bush in der NFL Super-Bowl-Champion

Immerhin: Seine Erfolge und Statistiken in der NFL wurden bei Bush nie angezweifelt. Der Running Back hatte von 2006 bis 2016 für die New Orleans Saints, Miami Dolphins, Detroit Lions, San Franciso 49ers und die Buffalo Bills gespielt und sich einen Namen gemacht. 2010 gewann er mit den Saints den Super Bowl.

Fest steht: Er wird nun auch um sein beschmutztes College-Erbe weiter kämpfen.

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