Valcke klagt beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte

Valcke klagt beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte
Valcke klagt beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte

Der frühere FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke kämpft weiter mit allen juristischen Mitteln gegen seine Zehn-Jahres-Sperre durch den Fußball-Weltverband. Nach Niederlagen sowohl vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS als auch danach vor dem Schweizer Bundesgericht hat der wegen schwerer Verstöße gegen den FIFA-Ethikcode aus dem Verkehr gezogene Franzose nun vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg gegen sein bis 2025 gültiges Tätigkeitsverbot im Fußball geklagt.
Valckes Anwalt Stephane Ceccaldi bestätigte der französischen Nachrichtenagentur AFP, dass der Einspruch bereits zu Monatsbeginn eingelegt worden ist.
Valckes Verfehlungen hatte der CAS vor rund einem Jahr offengelegt. Aus der Begründung für die Abweisung der Klage der früheren Nummer zwei der FIFA hinter dem ebenfalls wegen Korruption gesperrten Ex-Boss Joseph S. Blatter ging hervor, dass Valcke in erheblichem Maße in den Schwarzmarkt-Ticketverkauf der WM-Endrunde 2014 in Brasilien verwickelt war, umgerechnet zehn  Millionen Euro aus der FIFA-Kasse für Privatflüge und Luxusreisen ausgegeben und seinem Sohn durch Weitergabe von Insiderwissen einen Deal mit WM-Bezug in Höhe von gut 600.000 Euro zugespielt hat.
Der 60-Jährige war von der FIFA-Ethikkommission zunächst sogar für zwölf Jahre gesperrt worden. In zweiter Instanz war sein Strafmaß zwar um zwei Jahre reduziert worden, doch Valcke sieht sich offenkundig weiterhin zu Unrecht sanktioniert.



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