Valentino Rossi in den Top 5: Nur 0,192 Sekunden Rückstand beim Sepang-Test

Sebastian Fränzschky
motorsport.com

Valentino Rossi hinterließ beim ersten Kräftemessen des Jahres einen positiven Eindruck. Am finalen Testtag in Sepang (zum Testbericht) schaffte es der Yamaha-Werkspilot in die Top 5 und verpasste die Bestzeit um weniger als zwei Zehntelsekunden. "Es gefällt mir, wenn es so läuft. Sicher war es eine große Anstrengung, aber ich war konkurrenzfähig", freut sich der Italiener.

Die Entscheidung über seine Zukunft wird Rossi dennoch nicht vorziehen. Er will weiterhin die ersten Rennen abwarten, um sich zu entscheiden, ob er nach 2020 noch weitermacht. Doch sollte Rossi seine Test-Performance in Rennergebnisse umsetzen können, dann steht einer weiteren Saison nichts im Wege.

"Wir sind mit den drei Tagen zufrieden. Heute war ein guter Tag, weil mir bei der Zeitenjagd eine sehr gute Rundenzeit gelang. Es ist meine erste 1:58er-Runde. Das ist positiv", bemerkt der Routinier. "Das gilt auch für die Platzierung. Ich bin Fünfter und liege nicht weit von der Spitze weg."

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Yamaha verbessert die Elektronik, das Chassis und den Motor

Doch Rossi war nicht nur auf eine Runde schnell. "Wir haben auch intensiv am Renntempo gearbeitet und viele Dinge probiert. Einige waren gut, andere nicht. Wir müssen hart arbeiten, weil die anderen sehr schnell sind. Unterm Strich sind die drei Tage aber sehr positiv", bilanziert der Yamaha-Pilot.

Valentino Rossi war nicht nur auf eine Runde schnell

Valentino Rossi war nicht nur auf eine Runde schnell <span class="copyright">GP-Fever.de</span>
Valentino Rossi war nicht nur auf eine Runde schnell GP-Fever.de

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"Wir konnten uns verbessern. Alle konnten sich und ihre Rundenzeiten verbessern. Wir liegen alle eng beieinander. Das Gefühl ist aber sehr gut. Es scheint, als hätten wir die Haftung verbessert. Zudem haben wir den Abbau des Hinterreifens verbessert. Das war unser größtes Problem", berichtet Rossi.

Die Erfahrungen von Sepang müssen beim kommenden Test in Doha bestätigt werden. Wenn das gelingt, dann muss 2020 mit Yamaha gerechnet werden. "Wir müssen das noch auf anderen Strecken bestätigen. Das neue Motorrad ist anders. Wir müssen das Potenzial noch richtig verstehen. Den Topspeed konnten wir ein bisschen verbessern, doch es gibt nach wie vor eine recht große Lücke", erklärt Rossi.

Auf den Geraden näher dran, aber ...

Honda und Ducati haben leistungsmäßig noch einmal nachgelegt und geben auf den Geraden das Tempo vor. "Die Reihen-Vierzylinder-Bikes lassen sich einfacher fahren, sind aber ein bisschen langsamer. Es ist immer schwierig. Die Motorräder mit V-Motoren sind auf den Geraden schneller", vergleicht Rossi.

In einer Rennsituation ist es natürlich ein großer Vorteil, ein schnelles Motorrad zu haben, da Überholvorgänge auf den Geraden deutlich einfacher sind als in den Kurven. "Man muss sich nicht anstrengen, um auf den Geraden schneller zu sein. Es scheint, als ob unser Motorrad in den Kurven schneller ist. Doch dafür muss man mehr riskieren und sich stärker anstrengen", bestätigt Rossi.

Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing, mit David Munoz

Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing, mit David Munoz <span class="copyright">Gold and Goose / Motorsport Images</span>
Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing, mit David Munoz Gold and Goose / Motorsport Images

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Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing

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Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing Gold and Goose / Motorsport Images

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Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing

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Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing Gold and Goose / Motorsport Images

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Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing

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Valentino Rossi, Yamaha Factory Racing Gold and Goose / Motorsport Images

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"Es ist nicht einfach. Aber das ist die DNA der Yamaha. So ist die Yamaha und so wird sie sich immer verhalten", weiß Rossi. Gespannt ist der neunmalige Champion, wie sich die M1 gegen Rennende verhält. In den vergangenen Jahren beanspruchte die Yamaha die Hinterreifen stark.

Lob für den neuen Crewchief in der Rossi-Box

"Mit neuen Reifen ist das Motorrad sehr gut, auch für die Zeitenjagd. Wir müssen aber verstehen, ob unser Renntempo gegen Ende auch auf anderen Strecken besser ist", so Rossi. Während einige Dinge noch bestätigt werden müssen, kann Rossi in Sachen Crew aber schon klare Aussagen abgeben.

Der Crewchief-Wechsel hat in der Box der Nummer 46 für frischen Wind gesorgt. "Ich mag die Zusammenarbeit mit David (Munoz). Es vermittelt mir ein gutes Gefühl. Die Atmosphäre im Team ist sehr gut. Wir haben einige gute Jungs, die sich um die Elektronik kümmern und wichtige Aufgaben erledigen. Diesbezüglich bin ich sehr zufrieden", bemerkt Rossi.

Mit Bildmaterial von GP-Fever.de.

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