Vasseur: Alfa Romeo muss Chaosrennen besser nutzen

Norman Fischer

Teamchef Frederic Vasseur hadert damit, dass Alfa Romeo in chaotischen Rennen meist nicht seine mögliche Leistung zeigen konnte und damit die Chance auf viele Punkte verpasst hat. Vor allem die Rennen in Baku und Hockenheim nennt er dabei als Rennen, in denen sein Team zahlreiche Zähler verspielt hat.

In Aserbaidschan waren Antonio Giovinazzi und Kimi Räikkönen im Qualifying auf die Plätze acht und neun gefahren, starteten am Ende aufgrund von Strafen aber von weit hinten. Unter dem Strich musste Alfa Romeo Baku mit nur einem Punkt verlassen, nachdem Räikkönen von der Boxengasse noch auf Rang zehn gefahren war.

Beim Regenrennen von Hockenheim verlor das Team die Plätze sieben und acht aufgrund eines technischen Vergehens. Hätte man einfach seine Grid-Positionen in Baku durchgebracht und wäre in Hockenheim nicht bestraft worden, hätte man im Sommer 16 Punkte mehr auf dem Konto gehabt.

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Statt in den Kampf um Rang vier einzugreifen, lag man dort schon ein gutes Stück zurück und fiel am Ende auf den achten Platz. "Die Saison hätte ganz anders laufen können, aber das gilt für alle zehn Teams", sagt Vasseur zu 'Motorsport.com'. "Wir haben zwei große Möglichkeiten verpasst", so der Franzose. "Es hätte eine komplett andere Meisterschaft sein können."

In den Rennen vorne zu sein, in denen alle Autos das Ziel erreichen, hält er für nicht wichtig, da man dann ohnehin nur kleinere Punkte mitnehmen kann. "Aber wenn du an der Spitze der Gruppe liegst und es dann Unfälle gibt, dann kannst du 20 Punkte holen", so Vasseur.

Das ist Alfa Romeo in Brasilien gelungen, als beide Piloten auf den Plätzen vier und fünf landeten und so 22 Punkte mitnehmen konnten - allerdings hatte das auf den Ausgang der Meisterschaft keinen Einfluss mehr. Zumindest hat das aber dafür gesorgt, dass man mehr Punkte als 2018 einfahren konnte.

Zwar blieb man wie im Vorjahr auf Rang acht stehen, dennoch ist Vasseur nicht unzufrieden mit der Leistung des Teams: "Wichtig ist für mich, dass wir den Abstand zu den Führenden im Vergleich zum Vorjahr drastisch verkürzt haben", sagt er. "Wir waren damals im Durchschnitt 2,6 Prozent von den Schnellsten entfernt, jetzt sind es 1,8 oder 1,9 Prozent."

"Das ist ein guter Schritt nach vorne, und das muss uns wieder gelingen", fordert er für 2020. "Manchmal spiegeln die Ergebnisse nicht die Performance auf der Strecke wider. Aber in Sachen Performance haben wir eine gute Leistung gezeigt."

Mit Bildmaterial von LAT.

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