Vasseur gibt zu: Alfa Romeo hat nicht nur mit Räikkönen gesprochen

Christian Nimmervoll
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Kimi Räikkönen hat für 2021 einen neuen Vertrag bei Alfa Romeo unterschrieben, doch obwohl schon relativ früh klar war, dass der "Iceman" weitermachen möchte, führte sein Team auch Gespräche mit anderen Fahrern. Das hat Teamchef Frederic Vasseur am Rande des Grand Prix der Emilia-Romagna in Imola zugegeben.

"Du stehst immer mit allen in Kontakt. Ein Teamchef, der sagt, dass er nicht mit anderen Fahrern spricht, redet Bullshit", grinst Vasseur. Ein paar Tage zuvor waren Gerüchte aufgekommen, dass Räikkönen möglicherweise doch gezwungen sein könnte, seine Karriere zu beenden, weil angeblich Sergio Perez mit seinen Sponsorenmillionen in Hinwil angeklopft hatte.

Aber Räikkönen hat seinen Vertrag am Mittwoch vor Imola unterschrieben, und damit war das Schreckgespenst Perez verjagt. Denn dass das zweite Cockpit an Antonio Giovinazzi gehen würde, stand schon länger fest. Ferrari hat das vertragliche Recht, eines der beiden Alfa-Cockpits zu besetzen, und da galt der Italiener seit Wochen als gesetzt.

"Kimi", sagt Vasseur, "ist Teil des Teams. Wir haben ein enges Verhältnis. Auch wenn die Entscheidung nicht leicht gefallen ist, hatten wir immer im Hinterkopf, dass wir gemeinsam etwas aufbauen. Und es war letztendlich normal für uns, gemeinsam weiterzumachen, und ich bin sehr glücklich über die Entscheidung. Auch für die Zukunft des Teams."

"Mit Kimi haben wir einen der erfahrensten Piloten im Feld. Und er ist mehr als motiviert. Er hat uns in Portimao in der ersten Runde gezeigt, was noch in ihm steckt. Da war er ein paar Mal mehr als am Limit. Das war eine großartige erste Runde", schwärmt Vasseur.

Dass es mit der Unterschrift bis Ende Oktober gedauert hat, sei aber kein Zeichen dafür gewesen, dass die Zweifel in Bezug auf eine weitere Zusammenarbeit zwischen Räikkönen und Alfa Romeo groß waren: "Es war nicht schwierig", winkt Räikkönen ab. "Aber solange wir nicht unterschrieben haben, gibt's halt nichts zu bestätigen."

Es komme darauf an, "was das Team will, was ich will. Und es gibt ja auch andere Dinge im Leben, die man sich anschauen kann", sagt der 41-Jährige. "Aber letzten Endes hat es für mich Sinn ergeben, und für das Team offenbar auch, also haben wir angefangen zu reden. Und dann hat es nicht mehr lange gedauert. Es war ziemlich unkompliziert."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.