Verdacht der Spielmanipulation in Spanien: Verband nimmt Ermittlungen auf

Der Trainer und zwei Spieler des Drittligisten Eldense wurden von der Polizei festgenommen. Es besteht der Verdacht der Spielmanipulation.

Der spanische Verband RFEF hat wegen des Verdachts einer Spielmanipulation in der 3. Liga Ermittlungen eingeleitet. Man werde ein Disziplinarverfahren gegen den Klub CD Eldense einleiten und entsprechende Sanktionen treffen, sollten sich die Vorwürfe bestätigen, hieß es in einer Mitteilung des Verbandes. 

Fünf Mitglieder des Klubs, darunter der italienische Coach Filippo Di Pierro sowie zwei Spieler, waren am Dienstag von der Polizei vorläufig festgenommen und verhört worden. Am Samstag hatte der Klub aus der Nähe von Alicante gegen die B-Vertretung des FC Barcelona 0:12 verloren.

Cheick Saad, Spieler von Eldense, hatte den Verdacht in einem Interview beim Radiosender Cadena Cope genährt. Darin hatte er behauptet, einige Teamkollegen hätten viel Geld durch Wetten auf das Spiel gemacht.

Auch der deutsche Eldense-Profi David Azin hatte am Dienstag im Interview mit der Tageszeitung Die Welt schwere Vorwürfe erhoben: "Ein Teamkollege sagte mir, das Spiel sei gekauft. Unser Co-Trainer ging im Hotel zu einem anderen Spieler und hat diesem gesagt, die Partie müsse mit mehr als fünf Toren verloren gehen. Wenn er nicht dabei sei, müsse er halt auf die Bank." Azin (27) selbst war für das Spiel kurzfristig überraschend aus dem Kader gestrichen worden.

Klub-Präsident David Aguilar hatte ebenfalls Verdacht geschöpft und die Polizei sowie den spanischen Verband eingeschaltet. "Ich gehe davon aus, dass die Partie verschoben war, ich habe verschiedene Spieler im Verdacht", sagte Aguilar. Die Klubführung kündigte bereits an, die Mannschaft vorläufig vom Spielbetrieb abzumelden.

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