Mercedes-Ärger wegen Pérez - aber Hamilton widerspricht

Max Verstappen startet sein Heimrennen in Zandvoort (ab 15.00 Uhr im SPORT1-Liveticker) von der Pole-Position. Doch geht es nach Mercedes-Teamchef Toto Wolff, war das kein Selbstläufer für den amtierenden Weltmeister. (DATEN: Die Fahrerwertung der Formel 1)

Gerettet hat den Red Bull-Star demnach vielmehr sein eigener Teamkollege Sergio Pérez, der sich in der letzten Runde in der letzten Kurve gedreht und eine Gelbphase ausgelöst hat.

Dadurch konnten sich weder Lewis Hamilton (Platz vier) noch George Russell (Platz sechs) verbessern.

„Bevor das Gelb gekommen ist, war Lewis ein Zehntel schneller als Leclerc und Verstappen“, berichtet Wolff. „Lewis hat um die Pole mitgespielt. Das ist natürlich sehr frustrierend, andererseits aber auch ein gutes Gefühl. Wir haben hier ein konkurrenzfähiges Qualifying-Auto und nach den Erkenntnissen gestern auch ein schnelles Auto im Rennen.“ (DATEN: Die Teamwertung der Formel 1)

Hamilton glaubte an erste Startreihe

Lewis Hamilton will das mit Startplatz eins so nicht unterschreiben. „Das ist ziemlich optimistisch“, sagt der Brite über die Aussage seines Teamchefs. „Sie (Red Bull und Ferrari, Anm. d. Red.) waren etwas zu schnell. Aber die erste Reihe war möglich.“

Die Daten sprechen die Wahrheit: Hamilton war im ersten Sektor 0,097 Sekunden langsamer als Leclerc und 0,023 Sekunden als Verstappen. Im zweiten Sektor war der siebenmalige Champion etwas schneller als Leclerc, hat aber 0,111 Sekunden auf Max verloren.

Hamilton: „Wenn da nicht die gelbe Flagge wegen Checo (Pérez, Anm. d. Red.) gewesen wäre, dann hätten wir bis in Reihe eins vordringen können. Generell ist unser Speed hier wirklich positiv. Es ist uns auf dieser Strecke gelungen, den Rückstand auf die Spitze markant zu verringern, und wenn uns das auch im Renntrimm gelingt, dann wäre das wirklich der Hammer.“ (DATEN: Der Rennkalender der Formel 1)

Mercedes mit klarem Schritt vorwärts

Fest steht: Mercedes hat einen Schritt nach vorn gemacht. „Wir kamen mit unserem Auto auf drei Rädern in die Saison und haben uns seitdem mit Riesensprüngen verbessert“, betont Toto Wolff. „Am Samstag in Spa waren wir ziemlich fertig, aber am Renntag haben wir schon ein bisschen Licht am Ende des Tunnels gesehen.“

In Zandvoort leuchtet das Licht schon heller. Der Wiener: „Es ist einfach die mechanische und aerodynamische Balance des Autos, die das Fenster genau trifft. Das ist zumindest die Erklärung, die wir haben.“ (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)

Die Richtung stimmt für Mercedes, doch zum Angstgegner für Red Bull wird das englisch-deutsche Team noch lange nicht. Auf die Frage, ob er sich wegen Mercedes‘ Speed Sorgen mache, kontert Max Verstappen ganz trocken: „Nein.“

Das sagt alles.

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