"Nicht vermarktbar": Ex-Nummer-1 lästert über Frauentennis

SPORT1
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Der zweimalige Grand-Slam-Sieger und ehemalige Weltranglistenerste Marat Safin hat über eine mögliche Vereinigung zwischen der Herren- (ATP) und Damen-Tour (WTA) gesprochen und dabei kräftig über Frauentennis gelästert.

"Frauentennis lässt sich weniger gut verkaufen. Das Männertennis regiert total. Vielen Leute realisieren gar nicht, dass Frauentennis praktisch nicht vermarktbar ist", sagte der Russe in einem Instagram-Livechat mit seinem Landsmann Mikhail Youzhny.


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Safin nimmt von seiner Kritik nur drei Spielerinnen aus, die allerdings bis auf die Letztgenannte nicht mehr aktiv sind: "Ohne Maria Sharapova, Anna Kournikova oder Serena Williams ist das Frauentennis nicht vermarktbar."

Youzhny kennt Top 10 der Frauen nicht

Bei dem 2018 vom Tennis-Sport zurückgetretenen Youzhny rannte Safin mit seiner Kritik offene Türen ein: "Ich arbeite im Tennis. Und ich kann dir die Top 10 der Frauen nicht nennen. Vielleicht bringe ich einige Namen zusammen. Aber wohl nicht alle und nicht in der richtigen Reihenfolge."

Damit spielte Youzhny darauf an, dass seit einigen Jahren die Spielerin an Weltranglistenplatz 1 häufig wechselt und auch in den Top 10 ständig neue Gesichter auftauchen und oft kurz darauf wieder verschwinden.

Die einzige Ausnahme stellt hier die Rumänin Simona Halep dar, die seit Anfang 2014 in den Top 10 steht. Mit deutlich über 300 Wochen hält sie damit die neuntlängste Serie in der WTA-Historie.


Safin für Fusion von ATP und WTA

Die Idee der Verschmelzung an sich findet Safin dagegen gar nicht schlecht, da "so ein gemeinsames Produkt entstehen kann, dass Vorteile bringt." Gerade bei gemeinsamen Turnieren würde das Sponsoring-Paket so verbessert werden: "Es ist attraktiver, als wenn Frauen und Männer getrennt spielen."

Am 22. April hatte Federer einen Tweet abgesetzt, in welchem er zur Fusion von ATP und WTA aufrief. Sowohl von Rafael Nadal als auch vielen WTA-Stars erhielt der Schweizer Unterstützung. Es gab aber auch kritische Stimmen wie zum Beispiel vom australischen Tennis-Bad-Boy Nick Kyrgios, der für die ATP-Spieler keinen Nutzen darin sieht.


Safin beendete 2009 seine Karriere, nachdem er unter anderem durch mehrere Verletzungen den Anschluss an die Weltspitze verloren hatte.

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