Verstappen-Kommentare: Jetzt schaltet sich die mongolische Regierung ein!

Norman Fischer
·Lesedauer: 1 Min.

In der Debatte um die Aussagen von Max Verstappen über Lance Stroll in Portugal schaltet sich jetzt sogar die Mongolei ein! Außenminister Lundeg Purevsuren hat sich in einem Brief an Red Bull gewandt und darin die "rassistischen und abfälligen" Bemerkungen des Niederländers kritisiert.

Verstappen hatte Stroll nach der Kollision im Training von Portimao als "Mongo" (Original: "mongol") beschimpft und das Schimpfwort dabei nicht zum ersten Mal in den Mund genommen. Zwar entschuldigte sich der Red-Bull-Pilot für seine Wortwahl, dennoch verfasste etwa die Gruppe Mongol Identity einen offenen Brief und forderte eine richtige Entschuldigung.

Jetzt hat sich auch die mongolische Regierung an Red-Bull-Geschäftsführer Dietrich Mateschitz und an Aston-Martin-Geschäftsführer Tobias Moers gewandt und in einem Brief ihre Enttäuschung ausgedrückt.

"Ich bedauere die öffentliche Benutzung rassistischer und unethischer Sprache von Red-Bull-Fahrer Max Verstappen", heißt es in dem Brief von Purevsuren, der auch als Botschafter der Mongolei fungiert. "Sport wird auf der ganzen Welt als Symbol für Einigkeit gesehen, und ich glaube, dass es im Sport keine Form von rassistischer Diskriminierung geben sollte."

Der Politiker spricht auch die Formel-1-Kampagne "We Race as One" an, die sich gegen Rassismus einsetzt: "Aufgrund des oben genannten Zwischenfalls bezweifle ich, dass diese Initiative die Realität widerspiegelt."

Purevsuren gibt sich zuversichtlich, dass die FIA Max Verstappen für sein "inakzeptables Verhalten durch wiederholte Benutzung von rassistischer und abfälliger Sprache gegen ethnische Gruppen" bestrafen wird.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.