"Verstörend und respektlos": Amazon verkaufte Weihnachtsartikel mit Auschwitz-Motiven

Willy FlemmerFreier Autor für Yahoo

Amazon hatte Weihnachtsartikel mit Motiven des ehemaligen Konzentrationslagers Auschwitz im Angebot. Nach einer Empörung der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau hat der E-Commercer die Produkte aus dem Sortiment entfernt.

Im Lagerkomplex Auschwitz-Birkenau kamen mehr als 1,1 Millionen Menschen ums Leben. Heute erinnert eine Gedenkstätte an den Holocaust. (Bild: Debbie Hill/UPI)
Im Lagerkomplex Auschwitz-Birkenau kamen mehr als 1,1 Millionen Menschen ums Leben. Heute erinnert eine Gedenkstätte an den Holocaust. (Bild: Debbie Hill/UPI)

In der Vorweihnachtszeit hat Amazon auch viele thematisch passende Produkte im Angebot. Mit einigen Weihnachtsartikeln sorgte der Online-Versandhändler jedoch für heftige Kritik. Diese waren mit Aufnahmen des ehemaligen NS-Konzentrationslagers Auschwitz bedruckt, was nicht nur bei der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau für Empörung sorgte.

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Die Weihnachtsdekorationen hatte ein Händler über Amazons Market Place angeboten. "'Weihnachtsschmuck' mit Bildern von Auschwitz ist unangemessen", schreibt das Staatliche Museum Auschwitz-Birkenau am Sonntag in einer Stellungnahme auf dem sozialen Netzwerk Twitter. Auschwitz auf einem Flaschenöffner sei "verstörend und respektlos".

Später entdeckte das Museum weitere Artikel mit Auschwitz-Motiven, darunter ein Mousepad mit einem Bild von Birkenau, das der Händler laut Museum unter dem Motto "Massaker Auschwitz" und "Birkenau jüdischer Tod" angeboten hatte.

Amazon hat mittlerweile auf die Kritik reagiert. Eine Sprecherin habe in einem Statement erklärt, dass die Produkte aus dem Sortiment entfernt wurden, teilte das Museum heute auf derselben Plattform mit. Es folgt ein Zitat aus der Stellungnahme. Demnach müssten laut Amazon "alle Verkäufer unsere Verkaufsrichtlinien befolgen". Diejenigen, die sich nicht daran hielten, müssten mit einer Kontolöschung rechnen.

Im Lagerkomplex Auschwitz-Birkenau waren zur Zeit des Nationalsozialismus nach Angaben des Museums "mehr als 1,1 Millionen Männer, Frauen und Kinder" ermordet worden. Seit 1947 erinnert die Gedenkstätte an die Opfer des Holocaust.

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