BVB vor Topspiel auf Kurs - Joker Sancho knackt Rekord

SPORT1, Sportinformationsdienst
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Mit dem sechsten Ligasieg in Serie hält Borussia Dortmund im Titelkampf den Druck auf Tabellenführer Bayern München aufrecht.

Die Westfalen setzten sich beim VfL Wolfsburg dank der Treffer von Raphael Guerreiro (32.) und Achraf Hakimi (78.) mit 2:0 (1:0) durch und dürfen verhalten optimistisch dem Bundesliga-Gipfeltreffen am Dienstag im heimischen Stadion gegen den Rekordmeister entgegensehen. 

Derbyheld Guerreiro schloss bei seinem Führungstreffer die einzig sehenswerte Kombination der Gäste in der ersten Halbzeit mit einem Flachschuss aus kurzer Distanz ab.

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Vorausgegangen war ein Abstimmungsproblem der Wolfsburger Defensive. Hakimi nutzte später einen Konter zum beruhigenden zweiten Treffer. Assistgeber war der eingewechselte Jadon Sancho, der mit seiner 16. Torvorlage in dieser Saison einen neuen BVB-Rekord aufstellte.

Wolfsburgs Klaus sieht VAR-Rot

Kurz darauf sah der eingewechselte Wolfsburger Felix Klaus (64.) nach einem groben Foulspiel und Videoüberprüfung die Rote Karte (83.) von Schiedsrichter Daniel Siebert.

Guerreiros Führungstreffer war der Höhepunkt einer ereignisarmen ersten Halbzeit. Ohne Zuschauer wirkte die Partie wie ein Trainingsspiel, Strafraumszenen waren an den Fingern einer Hand abzuzählen.

"Ich bin körperlich noch nicht bei hundert Prozent nach der langen Pause. Das wird jetzt vielleicht öfter so aussehen, dass man vor und zurück spielt", sagte Dortmunds Thomas Delaney bei Sky.

Hummels muss ausgewechselt werden

Lucien Favre ersetzte nach dem Seitenwechsel Mats Hummels, der sein 250. Bundesligaspiel für den BVB wegen einer leichten Blessur nicht zu Ende bringen konnte. Für den Ex-Nationalspieler, dessen Einsatz gegen die Bayern am Dienstag aber nicht gefährdet sein soll, kam Emre Can zum Einsatz.

Auch ohne personelle Maßnahmen wurden die Aktionen der Wolfsburger zu Beginn der zweiten Halbzeit druckvoller. Erstmals geriet sogar das Dortmunder Tor in Gefahr, doch ein verdeckter Schuss von Renato Steffen (48.) strich knapp über die Querlatte. In der 62. Minute scheiterte der Schweizer an seinem Landsmann Roman Bürki im BVB-Gehäuse.

"In der zweiten Halbzeit sind wir besser rausgekommen. Vielleicht kippt durch meine Chance das Spiel, aber das passt zum heutigen Tag", sagte Steffen nach dem Spiel.

Zorc bestätigt Götze-Abschied

Mehr als ein Strohfeuer waren diese Aktionen aber nicht. Die Gäste übernahmen nach einer Stunde wieder das Kommando, ohne wirklich zu glänzen. Komplett vorbei lief die Begegnung an Erling Haaland, der norwegische Torjäger wählte immer wieder die falschen Laufwege und kam so gar nicht erst in erfolgversprechende Zweikämpfe vor dem VfL-Tor.

Vor dem Anpfiff! Zorc verkündet Götze-Abschied

Schon vor der Begegnung der Partie hatte BVB-Sportdirektor Michael Zorc bekanntgegeben, dass man den zum Saisonende auslaufenden Vertrag mit Mario Götze nicht verlängern werde. "Es ist eine gemeinsame Entscheidung nach einem sauberen Gespräch. Mario ist ein richtig guter Junge", sagte Zorc im Sky-Interview.

Der Siegtorschütze im WM-Endspiel 2014 in Rio de Janeiro gegen Argentinien hatte sich zuletzt bei den Schwarz-Gelben keinen Stammplatz mehr erkämpfen können. Coach Favre betonte noch am Freitag, es sei schwer für Götze, einen Platz im Spielsystem der Borussia zu finden.

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