Verweigern England-Stars wegen Corona das Training?

SPORT1
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Wegen der Coronakrise steht die Welt des Sports seit vielen Wochen nahezu still. Doch während sich die Bundesliga-Stars hierzulande über den Restart der Liga am kommenden Samstag freuen, gibt es in Großbritannien weit größere Bedenken.

Dort soll, wenn die Politik zustimmt, am nächsten Montag wieder mit dem Trainingsbetrieb begonnen werden, doch bereits jetzt haben diverse Klubs Angst, ihre Spieler könnten nicht zu den Übungseinheiten erscheinen.

Die Vereine befürchten, dass Spieler mit Asthma, Spieler mit gefährdeten Familienmitgliedern und Spieler mit asiatischen Wurzeln nicht auf dem Klubgelände erscheinen werden. Laut Mirror Sport wurde einem Team bereits von zwei Profis mitgeteilt, dass sie nicht am Trainingsbetrieb teilnehmen werden, weil ihre Bedenken zu groß sind. 

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Sterling äußerte Bedenken

Der Boss von Aston Villa, Dean Smith, war bereits an die Öffentlichkeit gegangen, um die Fans darüber zu informieren, dass zwei seiner Profis unter Asthma leiden und vermutlich nicht spielen werden. Beim Team aus Brighton wiederum leidet die Partnerin eines Profis an ernsthaften gesundheitlichen Problemen. 

Am Mittwoch gibt es ein Krisengespräch zwischen den Kapitänen der einzelnen Teams, der Liga, der Spielergewerkschaft und Medizinern. Im Vorfeld dessen hatten bereits Raheem Sterling von Manchester City und Tottenham-Star Danny Rose Bedenken ob einer Wiederaufnahme geäußert.

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Für kommenden Montag plant die Liga eine langsame Rückkehr in den Trainingsalltag, zunächst ohne Kontakt zwischen den einzelnen Spielern. So bekommen die Profis ein 40-seitiges Dokument zugesandt, in dem sie unter anderem dazu aufgefordert werden, jeweils nur jeden dritten Parkplatz auf dem Trainingsgelände zu belegen und während des Trainings Masken zu tragen. 


Spielern soll kein Nachteil entstehen

Zudem soll zweimal wöchentlich ein Coronatest durchgeführt werden.

Die Spielergewerkschaft versucht zudem in den Verhandlungen zu erreichen, dass Sportlern, die sich weigern am Training teilzunehmen, kein Nachteil entsteht. "Ich denke, es ist eine Zeit, in der jeder das Recht hat, seine eigene Entscheidung zu treffen, solange wir die besten Leute einsetzen, um alle Fragen oder Bedenken, die sie haben, zu beantworten", so Gewerkschaftsboss Gordon Taylor. 

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