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Vettel ruft zu Toleranz auf: "Kann sich nicht wegducken"

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Vettel ruft zu Toleranz auf: "Kann sich nicht wegducken"
Vettel ruft zu Toleranz auf: "Kann sich nicht wegducken"

Sebastian Vettel hatte unmittelbar vor der F1-Sommerpause beim Großen Preis von Ungarn Angang August ein klares Zeichen für Toleranz gesetzt.

Vor dem Rennstart auf dem Hungaroring trug der Ex-Weltmeister während der ungarischen Nationalhymne ein T-Shirt in Regenbogenfarben mit der Aufschrift „SAME LOVE“. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)

In einer Sonderfolge des LGBT-Sport-Podcasts der BBC verrät der vierfache Weltmeister nun, warum er sich zu dieser Aktion entschlossen hat. „Ich wollte ein Zeichen setzen, und ich war sehr stolz darauf“, sagte der Heppenheimer.

Vettel weiter: „Ich erinnerte mich daran, dass ich in den Nachrichten gesehen hatte, dass die derzeitige Regierung (Ungarns, Anm. d. Red) in bestimmten Dingen nicht die fortschrittlichsten Ansichten vertritt.“ (DATEN: Der Rennkalender der Formel 1)

Vettel setzt sich für Gleichbehandlung ein

Einige Bereiche beim Zugang zu Bildung auszuklammern, sei seiner Meinung nach völlig falsch, betonte der Aston-Martin-Pilot.

„Es spielt keine Rolle, welche Hautfarbe du hast, es spielt keine Rolle, woher du kommst, es spielt keine Rolle, in wen du dich verliebst. Am Ende will man nur, dass alle gleich behandelt werden“, führte Vettel aus.

Vettel kassierte für seine Aktion eine Verwarnung von der FIA. Matt Bishop, Chief Communications Officer bei Aston Martin und Veteran der Formel 1, war hingegen begeistert. (DATEN: Die Fahrerwertung der Formel 1)

„Ich scherze, dass ich, als ich vor fast 30 Jahren ankam, der einzige Schwule im F1-Dorf war“, sagte Bishop: „Heute bin ich das nicht mehr, aber LGBTQ+ Menschen in der Formel 1 sind immer noch eine Seltenheit. Daher ist es sehr ermutigend, jemanden wie Seb zu haben, der ein Hetero ist, aber vollkommen versteht, dass man leben und leben lassen sollte.“

Vettel erntet Kritik nach Zeichen für Toleranz

Vettel erreichten auch noch weitere Unterstützungsbekundungen aus der LGBTQ+-Gemeinschaft. „Ich war überrascht, dass es so eine große Sache war“, gab Vettel zu: „Im Idealfall würde es keine Reaktion geben, weil es einfach normal ist.“

Gleichzeitig erntete Vettel jedoch auch Kritik. Er solle sich auf die Formel 1 konzentrieren und nicht Politik und Sport vermischen, hieß es. (DATEN: Die Teamwertung der Formel 1)

Vettels Einstellung gegenüber seinen Kritikern ist klar: „Ich denke, es gibt einige Themen, bei denen man sich nicht wegducken oder sagen kann: ‚Das gehört nicht hierher, lass uns nicht darüber reden‘. Manche Themen sind aber so groß, dass sie buchstäblich überall hingehören, und jeder muss sich dessen bewusst sein.“

„Menschen nicht danach beurteilen, wen sie lieben“

Wenn er eine Inspiration sein kann, sei das „großartig“, sagte Vettel, aber „letztendlich muss das ganze Umfeld einladend sein.“

Und weiter: „Wenn also kleine Dinge wie das, was ich getan habe, dazu beitragen, das Bewusstsein zu schärfen und Unterstützung zu zeigen, ist das großartig. Aber wir müssen aufhören, die Menschen danach zu beurteilen, was sie gerne tun und wen sie lieben. Wir sollten in erster Linie die Menschen sehen - und jeder ist anders und jeder hat etwas Schönes an sich.“

Daher fordert der Formel-1-Star: „Lasst uns die Menschen gleichberechtigt behandeln, und nicht danach, wen sie lieben.“


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