Augsburg schimpft nach VfB-Gala über Schiri

SPORT1
·Lesedauer: 3 Min.

Während der VfB Stuttgart seinen Ruf als Auswärtsmacht einmal mehr untermauerte, saß beim FC Augsburg der Frust tief.

Nach der 1:4 (0:2)-Niederlage im Schwaben-Derby haderten die Augsburger vor allem mit einem frühen Elfmeterpfiff, der den Spielverlauf entscheidend zugunsten des Aufsteigers beeinflusste.

Als nach einer ausgeglichenen Anfangsphase Reece Oxford den Stuttgarter Mateo Klimowicz mit einem Tritt auf den Fuß im Strafraum zu Fall brachte, deutete Scheidsrichter Daniel Schlager umgehend auf den Punkt (10.). Allerdings spielte Oxford zuvor den Ball, doch Videoassistentin Bibiana Steinhaus griff nicht ein. Sehr zum Ärger von Augsburgs Daniel Caligiuri.

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Caligiuri schimpft: "Kein klarer Strafstoß"

"Es ist ein bisschen Kontakt da, aber das ist für mich eine Fehlentscheidung und am Anfang auch spielentscheidend", schimpfte Caligiuri bei Sky. "Wenn der Schiri pfeift, muss er zu 100 Prozent sicher sein. Man kann es im Nachhinein immer noch checken lassen, ob da ein Kontakt war oder nicht. Wie man auf den Bildern sieht, geht der Ball Reece an die Hacke. Dann ist es in meinen Augen kein klarer Strafstoß."

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Sogar Stuttgarts Waldemar Anton räumte ein: "Den Elfmeter nehmen wir gerne an. So deutlich war es nicht, wie auf den ersten Blick."

VfB Stuttgart übernimmt Platz eins der Auswärtstabelle

Nicolás González (10.) verwandelte sicher und ebnete dem VfB damit den Weg zum fünften Auswärtssieg. Silas Wamangituka (29.), Gonzalo Castro (61.) und Daniel Didavi (86.) sicherten dem taktisch cleveren VfB die Punkte 15 bis 17 fern der eigenen Arena - in der Auswärtstabelle steht die Mannschaft von Pellegrino Matarazzo damit auf dem ersten Platz. In der Gesamtwertung zog Stuttgart am FCA vorbei auf Rang zehn (23 Punkte).

Nach einer beeindruckenden ersten Halbzeit ließen sich die Stuttgarter 28 Sekunden nach der Pause durch den Anschlusstreffer (46.) des später mit Gelb-Rot vom Platz gestellten Marco Richter (76.) überrumpeln, sie blieben aber unbeeindruckt und überzeugten durch ihre reifere Spielanlage und vor allem ihr schnörkelloses Direktspiel nach vorne. Der dritte Treffer durch Castro bedurfte dabei der Anerkennung durch den "Kölner Keller" - Schiedsrichter Daniel Schlager hatte zunächst auf Abseits entschieden.

"Wir haben hier wieder mal ein gutes Spiel gemacht, wir hätten vielleicht sogar noch ein Tor mehr schießen können", sagte Abwehrchef Anton voller Selbstvertrauen. "Wir waren giftig und bissig."

Caligiuri scheitert an der Latte - VfB kontert eiskalt

Nach der ereignisreichen Anfangsphase und den Diskussionen rund um den Elfmeter wäre Caligiuri fünf Minuten später fast der Ausgleich gelungen: Sein Freistoß aus 25 Metern klatschte jedoch ans Tordreieck (14.), nachdem VfB-Torhüter Gregor Kobel noch mit den Fingerspitzen dran war.

Augsburg hatte nun ein paar starke Minuten. Von dieser Phase abgesehen stand der VfB angeleitet vom starken Abwehrchef Waldemar Anton in der Regel gut gegen den meist etwas planlos anrennenden FCA, dem allzu oft der letzte entscheidende Pass und die Durchschlagskraft am und im Strafraum fehlten. Zudem befreiten sich die Stuttgarter immer wieder durch geschicktes Aufbauspiel und erstklassige Konter, besonders schön zu beobachten beim Tor von Wamangituka.

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Der VfB hatte das Spiel über weite Strecken gut im Griff und drängte den FCA, bei dem Rani Khedira den gesperrten Kapitän Jeffrey Gouweleeuw ersetzte, immer wieder zurück an dessen Strafraum. Vor allem bei seinen schnellen Gegenstößen sorgte Stuttgart regelmäßig für große Gefahr bei den schlecht gestaffelten Gastgebern. Augsburgs Torhüter Rafael Gikiewicz verhinderte dabei weitere Treffer.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)