Vibrationen gespürt: Pirelli untersucht Hamiltons Imola-Reifen

Norman Fischer
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Mercedes möchte herausfinden, warum WM-Leader Lewis Hamilton im zweiten Stint des vergangenen Formel-1-Rennens in Imola Vibrationen an seinen Hinterreifen hatte, und hat die Reifen daher zu Hersteller Pirelli in die Analyse gegeben.

Der Brite hatte auf seinen harten Reifen beim Großen Preis der Emilia-Romagna Vibrationen an den Hinterreifen gehabt, sodass zu befürchten war, dass der Satz beschädigt sein könnte. Während der Safety-Car-Phase konnte der Mercedes-Pilot an die Box fahren und sich neue Soft-Reifen abholen - auch um jegliches Risiko zu vermeiden.

"Es hat mit einer kleinen Vibration angefangen, und wir haben dann entschieden, das Auto an die Box zu holen, um kein Risiko einzugehen", sagt Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff. "Wir sind noch nicht hinter die Gründe gekommen. Der Reifen war intakt und wurde zur Analyse nach Mailand geschickt. Und jetzt warten wir das Ergebnis ab."

Pirelli-Manager Mario Isola bestätigt derweil, dass der Hersteller den Reifen zusammen mit dem Team untersucht. "Die Ergebnisse werden dann mit dem Team geteilt. Wie Toto gesagt hat, gab es keinen Druckverlust. Es waren einfach Vibrationen, die mit der Zeit stärker geworden sind. Wir untersuchen die Konstruktion."

Die Untersuchung des Reifens von Max Verstappen hingegen hat ergeben, dass bei ihm kleine Einschnitte zu finden waren. Dadurch konnte der Pneu den Belastungen nicht mehr standhalten und platzte. "Wir haben einige Cuts auf der Lauffläche und der Seitenwand gefunden - innen und außen", teilt Isola mit.

"Wir glauben, dass der Grund für den Reifenschaden eine Beschädigung im Zentrum der Lauffläche war, die den Schaden am Reifengürtel und der Karkasse verursacht hat, sodass der Gürtel angefangen hat, sich zu lösen", so der Italiener.

"Als die Karkasse der Belastung irgendwann nicht mehr standhalten konnte, hatten wir den Platzer, den jeder im Fernsehen sehen konnte", sagt Isola. Die Analyse habe man mit der FIA und dem Team geteilt.

"Es ist natürlich schwierig, einen zerfetzten Reifen zu analysieren, aber wir haben den Reifen umgehend von Imola in unsere Labore nach Mailand zurückgeschickt und die Untersuchung mit Priorität durchgeführt", so Isola.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.