Zu viel Show? Vettel kritisiert Formel-1-Bosse

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Zu viel Show? Vettel kritisiert Formel-1-Bosse
Zu viel Show? Vettel kritisiert Formel-1-Bosse

Der Große Preis von Aserbaidschan am vergangenen Wochenende war an Spektakel kaum zu überbieten gewesen. (Alle Rennen der Formel 1 im LIVETICKER)

Erst platzte beim Führenden Max Verstappen in der Schlussphase des Rennens der linke Hinterreifen, dann fuhr Lewis Hamilton beim stehendenden Restart zwei Runden vor Schluss bei der ersten Kurve auch noch geradeaus – und aus den Punkterängen. (Fahrerwertung der Formel 1)

Lange Zeit der Unsicherheit sorgt für Kritik

Eigentlich müsste das für die US-amerikanischen Betreiber der Formel 1 von Liberty Media schon Entertainment genug gewesen sein. Doch in den Augen einiger Protagonisten bauten die Besitzer der Königsklasse noch ein weiteres Show-Element ein, das aus ihrer Sicht nicht nötig gewesen wäre.

Stein des Anstoßes war die lange Zeit, die vergangen ist, um nach Verstappens Reifenplatzer über die Art der Fortsetzung des Rennens wenige Runden vor Schluss zu entscheiden.

"Seit die Amerikaner übernommen haben, überrascht es mich nicht, dass wir immer zuerst ans Entertainment denken", sagte etwa Pierre Gasly mit einem Augenzwinkern.

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Vettel mahnt: "Nicht zu künstlich werden"

Sebastian Vettel wurde da schon ernsthafter und bemängelte: "Wir müssen aufpassen, dass das Ganze nicht zu künstlich wird." Er habe sich gefragt, so der Aston-Martin-Pilot, "warum es nach dem Unfall so lange gedauert hat, bis das Safety-Car auf die Strecke kam. Er stand ja mitten auf der Strecke."

Carlos Sainz stimmte ihm zu. "Das waren 30 Sekunden, vielleicht eine Minute, und wir mussten alle 'nur' unter Gelb an der Unfallstelle vorbeifahren. Das sollten wir untersuchen", sagte Vettels Nachfolger bei Ferrari.

Verständnis für die lange Zeit des Überlegens kam von McLaren-Teamchef Andreas Seidl. "Ich schätze, der Rennleiter und Pirelli wollten sich ein bisschen Zeit dafür nehmen, genau zu verstehen, ob es ein Problem mit den Reifen geben könnte", sagte der Deutche.

Der stehende Neustart, zu dem sich die Rennleitung durchringen konnte, sei jedenfalls "richtig" gewesen, fand Seidl. "Es ist nichts verkehrt an einem stehenden Neustart, denn die Ausgangslage ist ja zu dem Zeitpunkt im Rennen nicht grundsätzlich anders als zu Beginn des Rennens."