Vinales: Cameron Beaubier wird sich als Moto2-Rookie "sehr gut schlagen"

Mario Fritzsche
·Lesedauer: 2 Min.

In der kommenden Saison wird es in der Moto2-Klasse der Motorrad-Weltmeisterschaft nicht nur einen einzigen Stammfahrer aus den USA geben, sondern gleich zwei. Cameron Beaubier wechselt nach fünf MotoAmerica-Titeln in sechs Jahren für 2021 in die mittlere WM-Klasse und übernimmt bei American Racing den Platz von Landsmann Joe Roberts.

Roberts (mit der berühmten Motorrad-Rennfahrerfamilie rund um Kenny Roberts nicht verwandt) hat im August in Brünn seinen ersten Moto2-Podestplatz eingefahren und wechselt für die Saison 2021 innerhalb der Klasse zu Italtrans. Dort ersetzt er den in die MotoGP-Klasse aufsteigenden Italiener Enea Bastianini.

Von 116 MotoAmerica-Rennen seit 2015 hat Beaubier sage und schreibe 51 gewonnen

Von 116 MotoAmerica-Rennen seit 2015 hat Beaubier sage und schreibe 51 gewonnen<span class="copyright">Yamaha Racing</span>
Von 116 MotoAmerica-Rennen seit 2015 hat Beaubier sage und schreibe 51 gewonnenYamaha Racing

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Vinales aber zeigt sich von Beaubier nicht nur anhand der reinen Erfolge beeindruckt. Vinales glaubt vor allem, dass Beaubiers Fahrstil früher oder später auch auf dem Moto2-Bike zu Erfolgen führen wird: "So gut, wie gut er mit den Reifen und vor allem dem Hinterreifen umgeht, lässt sich erkennen, dass er die nicht einfache R1 sehr gut versteht."

In der MotoAmerica-Szene kommen wie in der Moto2-WM Reifen der Marke Dunlop zum Einsatz. "Er versteht sie sehr gut und ich glaube, dass er sich im nächsten Jahr hier sehr gut schlagen wird", meint Vinales über Beaubier, für den 2021 zwar die erste Moto2-Saison, aber nicht die erste WM-Saison wird. 2009 war der Kalifornier in der 125er-Klasse bei KTM der Teamkollege eines gewissen Marc Marquez.

Apropos Teamkollege: Auch Fabio Quartararo, Vinales' künftiger Teamkollege im MotoGP-Werksteam von Yamaha, freut sich über Beaubiers Einstieg in die Moto2-Klasse: "Ich habe nicht jedes einzelne seiner Rennen in Amerika gesehen, aber ein paar davon schon. Einen amerikanischen Fahrer für ein amerikanisches Team fahren zu lassen ist großartig. Ich finde es generell gut, Fahrer aus unterschiedlichen Ländern und insbesondere aus den USA in der WM zu haben."

In der Königsklasse MotoGP war Nicky Hayden in der Saison 2015 der bislang letzte Stammfahrer aus den USA. Und der Weltmeister von 2006 war es auch, der beim Grand Prix von Australien 2016 als bislang letzter US-Amerikaner überhaupt ein MotoGP-Rennen bestritten hat.

2021 wollen sich Beaubier bei American Racing und Roberts bei Italtrans für einen möglicherweise künftigen Aufstieg aus der Moto2- in die MotoGP-Klasse empfehlen.

Die American-Racing-Kalex von Joe Roberts wird das neue Bike für Beaubier

Die American-Racing-Kalex von Joe Roberts wird das neue Bike für Beaubier<span class="copyright">Motorsport Images</span>
Die American-Racing-Kalex von Joe Roberts wird das neue Bike für BeaubierMotorsport Images

Motorsport Images

Mit Bildmaterial von MotoAmerica.