Vinales gibt zu: Vor virtuellen MotoGP-Rennen "nervöser" als gewöhnlich

Juliane Ziegengeist
motorsport.com

Am kommenden Sonntag findet das dritte virtuelle MotoGP-Rennen des Jahres statt, das diesmal sogar als offizieller "Red Bull Virtual Grand Prix of Spain" ausgetragen wird. Wieder dabei ist Yamaha-Pilot Maverick Vinales, der bei den ersten beiden E-Sport-Events in Mugello und Spielberg jeweils auf dem Podium stand.

Im Interview mit MotoGP-Kommentator Matt Birt gibt der Spanier zu: "Es ist kompliziert. Ich bin nervöser als bei einem normalen Rennwochenende." Umso akribischer versucht Vinales, sich vorzubereiten. "Ich trainiere viel, ich verbringe viel Zeit mit der PlaySation. Auch als ich verletzt war, habe ich viel MotoGP gespielt."

Mitte März war der 25-Jährige beim Motocross-Training gestürzt und musste danach sogar eine Nacht im Krankenhaus verbringen. Zwar wurden keine Frakturen festgestellt, zwei Wochen Ruhe musste sich Vinales aber trotzdem gönnen. Im Rückblick gibt er zu, dass ein regulärer Saisonverlauf für ihn deshalb schwierig gewesen wäre.

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Seiner Teilnahme an den virtuellen Rennen tat die Verletzung aber keinen Abbruch. "Ich habe ich mich ziemlich schnell vorbereitet", sagt der Yamaha-Pilot. Am Sonntag wird es sich mit zehn weiter MotoGP-Fahrern aus dem aktuellen Starterfeld über 13 Runden auf dem Circuito de Jerez messen. Teamkollege Valentino Rossi fehlt diesmal.

Valentino Rossi sieht sich aufgrund seine Alters virtuell im Hintertreffen

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Valentino Rossi sieht sich aufgrund seine Alters virtuell im Hintertreffen GP-Fever.de

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Weil jede Mannschaft mit Ausnahme von Repsol-Honda nur einen Piloten ins Rennen schicken darf, schaut der "Doktor" nur zu. "Es ist besser, Maverick fahren zu lassen, da er viel wettbewerbsfähiger ist als ich", gibt der 41-Jährige selbstkritisch zu. Bei seiner Feuertaufe in Spielberg wurde er nach einigen Turbulenzen Siebter.

"Ich bin nicht sehr schnell mit dem MotoGP-Spiel, weil ich alt bin", erklärt Rossi. "Ich habe Videospiele gespielt, als ich noch sehr jung war. Aber normalerweise spielen wir mit Autos, deshalb bin ich mit der MotoGP nicht sehr konkurrenzfähig." In der Woche vor seiner offiziellen Premiere habe er aber ein wenig trainiert.

Rückblickend betont der Italiener: "Es hat mir aufrichtig sehr viel Spaß gemacht. Sie haben Top-Jungs wie Maverick und Pecco (Bagnaia; Anm. d. R.), die extrem schnell sind, aber trotzdem habe ich es genossen. Ich habe mich mit Petrucci bis zur letzten Kurve gut geschlagen. Ich war ein bisschen am Limit und sehr aggressiv."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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