VLN1 und 2 finden wegen Coronavirus nicht statt

Heiko Stritzke
motorsport.com

Nachdem sich die Ereignisse aufgrund der COVID-19-Pandemie in den vergangenen Tagen überschlagen haben, kommt es nicht mehr überraschend: Die ersten beiden Rennen der Nürburgring Langstrecken-Serie (VLN) finden nicht statt. Entsprechende Gerüchte aus dem Umfeld der Streckensicherung, die in den sozialen Medien am Freitagabend die Runde machten, wurden gegenüber 'Motorsport.com' bestätigt.

Die 66. Westfalenfahrt am 21. März und das 45. DMV-4-Stunden-Rennen am 4. April werden nicht stattfinden. Die Probe- und Einstellfahrten sind jedoch weiterhin nicht abgesagt. Ein offizielles Statement der Nürburgring Langstrecken-Serie wird am Samstagmittag erwartet. Dann wird sich auch zeigen, ob es Nachholtermine geben wird.

Am Freitagnachmittag hatte die rheinland-pfälzische Landesregierung verfügt, Veranstaltungen mit mehr als 75 Teilnehmern zu verbieten. Das Verbot gilt erst einmal bis Ostern (Ostermontag wäre der 13. April). Es tritt aber erst am Montag, den 16. März in Kraft. Deshalb ist eine Durchführung der Probe- und Einstellfahrten weiterhin möglich, allerdings ohne Zuschauer.

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Wer letztlich dort antreten wird, ist fraglich. Frikadelli Racing hatte am Freitagnachmittag verkündet, nicht teilzunehmen. Damit schloss sich das Team von Klaus Abbelen den Mannschaften von Manthey, Falken und Zakspeed an. Weitere kleine Teams folgten. Manche Teams wollen fahren, doch ihre Fahrer sitzen fest.

Die Absage sorgt nun auch für Probleme für das 24h-Rennen. Eigentlich sind GT3-Neufahrzeuge dazu verpflichtet, im Vorfeld des Rennens mindestens drei Läufe auf der Nordschleife zu absolvieren. Das würde 2019 für den Mercedes-AMG GT3, den Ferrari 488 GT3 und den Glickenhaus 004C gelten. Von den Fahrern, die versuchen, einen Permit A zu erlangen, ganz zu schweigen.

Es stünden jetzt nur noch der 62. ACAS Cup (18. April) und das 24h-Qualifikationsrennen (26. April) im Vorfeld des 24-Stunden-Rennens auf dem Programm - sofern die Landesregierung nicht das Verbot noch ausweitet, was nicht ausgeschlossen ist.

Doch selbst dann ist die Durchführung dieser Läufe alles andere als gesichert. Am Abend verkündeten Dänemark und Polen, die Grenze nach Deutschland zu schließen. Andere Länder könnten bald folgen. Am Freitag wurde beispielsweise der Strong Man Run am Nürburgring in den November verschoben. Dieser hätte erst am 9. Mai stattfinden sollen.

Mit Bildmaterial von DMSB.

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