Entwarnung bei Grozer - Deutschland fast durch

Sportinformationsdienst
Sport1

Die deutschen Volleyballer um den erneut überragenden Starspieler Georg Grozer haben bei der Olympia-Qualifikation in Berlin Kurs auf das Halbfinale genommen.

Die Mannschaft von Bundestrainer Andrea Giani gewann am Montagabend ihr zweites Gruppenspiel gegen Belgien 3:0 (25:18, 25:23, 26:24) und steht mit großer Wahrscheinlichkeit in der Runde der letzten Vier. 

Allerdings machte die Wade von Grozer zwischenzeitlich große Sorgen. In der Schlussphase musste sich der "Hammerschorsch" behandeln lassen, beim Matchball stand er schon nicht mehr auf dem Platz.

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Der 35-Jährige musste die Halle gestützt und mit dick bandagiertem Knie verlassen. "Die Wade schmerzt. Ich brauche Behandlung", meinte Grozer im Vorbeigehen, sprach aber selbst nur vom Krämpfen, die er sich im dritten Satz zugezogen hatte.


Nach SPORT1-Informationen wurde er bis 2 Uhr nachts vom Physiotherapeuten behandelt. Nach einer Untersuchung am Dienstagmittag gab Giani jedoch Entwarnung: "Bei Georg ist soweit alles in Ordnung. Er wird heute, wie auch andere Spieler, geschont und wir sind positiv gestimmt, dass er Donnerstag wieder auflaufen kann." (Olympia-Quali im Volleyball: Deutschland - Slowenien ab 20 Uhr LIVE im TV auf SPORT1)

Acht Teams kämpfen um ein Ticket

Mit der Maximalausbeute von sechs Punkten und ohne Satzverlust führt die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes die Tabelle in Gruppe A an, kann rechnerisch aber noch von den ersten beiden Rängen rutschen.

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Tschechien und Vize-Europameister Slowenien haben ein Spiel weniger absolviert. Acht Teams kämpfen in der Hauptstadt im hochkarätig besetzten Feld um nur ein Ticket für Tokio.


"Wir haben mit dem Druck besser umgehen können als gestern. Wir haben am Ende unglaublich gekämpft und mehr Siegeswillen gezeigt", sagte Christian Fromm bei SPORT1. Moritz Reichert ergänzte: "Es ist eine super Stimmung in der Halle. In engen Situationen hat es uns geholfen, dass die Fans hinter uns stehen. Wir haben unsere Chancen gut verwertet."

Giani vertraut auf Steuerwald

Giani vertraute wie bereits beim 3:0-Sieg gegen Tschechien auf Rückkehrer Markus Steuerwald auf der Liberoposition. Im Angriff lag der Fokus erneut auf Grozer, der am Sonntag als Top-Scorer maßgeblich zum Auftakterfolg beigetragen hatte.


Auch gegen Belgien benötigte das deutsche Team einige Minuten, um den Rhythmus zu finden. Gut herausgespielten Punkten folgten leichtfertige Fehler, besonders das Aufschlagspiel war ausbaufähig. Gegen Mitte des ersten Satzes war die DVV-Auswahl vor 2519 Zuschauern aber im Spiel.

"Wir waren noch nicht am Limit"

Grozer sorgte mit starken Aufschlägen, kaum zu verteidigenden Schmetterbällen, starker Blockarbeit und als lautstarker Motivator dafür, dass die Gastgeber davonzogen und den ersten Satz für sich entschieden.

"Das ist ein wichtiger Schritt gewesen. Wir wollen zeigen, dass das unsere Halle ist und dass wir hier jeden schlagen", meinte Fromm. "Wir waren noch nicht am Limit. Für die Mannschaften, die noch kommen, müssen wir uns noch weiter steigern."


Reichert richtete bei SPORT1 den Blick bereits auf das Spiel gegen Slowenien. "Morgen wird es nochmal ein stärkerer Gegner. Wir müssen alles reinwerfen, um das Spiel zu gewinnen."

Grozer leitet Aufholjagd ein

Grozer wird seine Nationalmannschaftskarriere spätestens nach den Sommerspielen beenden. Wie groß der Verlust sein wird, machte er auch in einer Schwächephase im zweiten Satz deutlich. Mit fast 128 km/h hämmerte Grozer zwei Asse über das Netz und leitete eine Aufholjagd ein.

Im dritten Satz agierten beide Mannschaften weiter auf Augenhöhe, das bessere Ende hatten aber Grozer und Co. - nach der Abwehr von zwei Satzbällen verwandelten die DVV-Herren durch vier Punkte in Folge ihren ersten Matchball.

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In Gruppe B meldete sich Serbien zurück. Der Europameister, der zum Auftakt gegen Mitfavorit Frankreich mit 0:3 verloren hatte, feierte beim 3:0 (25:18, 25:18, 25:17) gegen die Niederlande einen wichtigen Erfolg.

Die Franzosen patzten beim 2:3 (23:25, 25:17, 22:25, 25:19, 8:15) ihrerseits etwas überraschend. Die Halbfinals finden am Donnerstag statt. Das Finale um das Olympia-Ticket steigt am Freitag.

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