Vorzeitiges Hütter-Aus bei Frankfurt? Das ist dran

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Vorzeitiges Hütter-Aus bei Frankfurt? Das ist dran
Vorzeitiges Hütter-Aus bei Frankfurt? Das ist dran

Als Dr. Felix Brych die insgesamt schwache Bundesligapartie gegen den FSV Mainz 05 am sonnigen Sonntagabend abpfiff, sanken die Spieler der Frankfurter Eintracht enttäuscht und entkräftet auf den Boden.

Ein scheinbar komfortabler Sieben-Punkte-Vorsprung auf Borussia Dortmund? Nach dem 1:1 weg! Der BVB hat die Hessen zwei Spieltage vor dem Ende überholt und den vierten Platz erobert.

Plötzlich hat die Eintracht den Sprung in die Champions League nicht mehr in der eigenen Hand, die historische Chance ist deutlich geschrumpft. (Die Bundesligatabelle)

Eintracht Frankfurt hat Sieben-Punkte-Vorsprung verspielt

Es wäre nach dem Saisonverlauf eine große Enttäuschung für die Eintracht. Allerdings ist einiges kaputt gegangenen in den Wochen nach dem verdienten 2:1-Auswärtssieg in Dortmund.

Das Team hat die Verkündung des Abgangs von Adi Hütter nach Gladbach nicht verkraftet, in den vier Partien seitdem nur noch vier Zähler gesammelt. Der zuvor so herausragende Punkteschnitt von 1,89 konnte nicht mehr gehalten werden.

Es sind freilich diverse Gründe, die zum Einbruch führten. Die Leistungsträger konnten ihre Topform nicht wahren, Unterschiedsspieler Amin Younes war erst nicht fit und wurde dann aus kaum ersichtlichen Gründen gegen Mainz draußen gelassen und insgesamt fehlten Kompaktheit und Galligkeit. Das alles auf Hütter zurückzuführen? Zu einfach. Doch ein gewisser Zusammenhang lässt sich nicht abstreiten.

Pikante Hütter-Analyse sorgt für Unruhe bei den Fans

Auch in der Kommunikation wird die inzwischen angespanntere Stimmung deutlich.

Überraschend analysierte Hütter in der ARD: "Ich will nicht von einer Enttäuschung sprechen. Es liegt nicht am Trainer, es liegt nicht am Team. Vielleicht haben wir auch über unsere Verhältnisse gespielt. Was die Leute reden, ist mir egal. Was in den Katakomben gesprochen wird, ist wichtiger". Kurze Zeit später bei der Pressekonferenz wählte er auf SPORT1-Nachfrage zwar kämpferische Worte: "Wir haben diesen Fight noch nicht verloren".

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Die unbedachten Worte im TV konnten damit aber nicht weggewischt werden, die ständige Unruhe im Fan-Umfeld wurde so noch größer. Stets hieß es doch von Hütter, die Mannschaft stehe völlig zurecht dort oben. Plötzlich soll die Eintracht über ihren Verhältnissen performt haben? Pikant, es klingt nach einer Suche nach Alibis für den Fall der Fälle!

Eintracht wird keine Reißleine ziehen

Es tauchten nach Abpfiff im Eintracht-Umfeld daher gar erste Forderungen auf, aufgrund des Interviews zwei Spieltage vor dem Saisonende die Reißleine zu ziehen.

Doch nach SPORT1-Informationen gab es keine Tagung der Verantwortlichen, eine Freistellung von Hütter ist nicht geplant. Gerüchte auf Twitter oder in Foren, die etwas anderes behauptet haben, sorgten nach SPORT1-Informationen für Verwunderung und Unmut bei der Eintracht.

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Stattdessen will der Klub bis zum Saisonende an Hütter festhalten. Für eine Kurzschlussreaktion fehlen jegliche Alternativen, zumal die Führung des Klubs für solche Harakiri-Aktionen nicht bekannt ist. Auch wenn der Trend ein negativer ist und der Umgang mit der Personalie Younes intern kritisch bewertet wird, so sieht der Klub in der Gesamtheit keine ausreichenden Argumente für eine Entlassung von Hütter.

Stattdessen stehen Spieler wie Filip Kostic, Luka Jovic, Martin Hinteregger oder André Silva im Endspurt in der Pflicht. Die Frankfurter können am Samstag auf Schalke vorlegen, die Konkurrenz aus Dortmund und Wolfsburg spielt erst am Sonntag. Die Verantwortlichen hoffen auf die intrinsische Motivation der Profis, die Führungspersönlichkeiten müssen vorangehen. (Schalke gegen Frankfurt im LIVETICKER)

Können die Spieler den Worten Taten folgen lassen?

Makoto Hasebe sagte erst zuletzt im SPORT1-Interview: "Auf jeden Fall erreicht uns Hütter noch. Der Trainer hat natürlich eine wichtige Rolle. Aber es ist noch wichtiger, dass die Spieler selbst die Verantwortung übernehmen. Der Trainer steht nicht auf dem Platz, sondern wir Spieler. Das ist für mich elementar wichtig."

Nun gilt es, den Worten Taten lassen zu folgen. Gegen Mainz ist das noch nicht gelungen.

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