Heldt fällt vernichtendes Urteil - Klartext zu Gisdol

SPORT1
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Nach dem 0:5-Debakel des 1. FC Köln beim SC Freiburg wächst der Druck auf Kölns Trainer Markus Gisdol.

Sport-Geschäftsführer Horst Heldt wollte sich am Samstag nach der krachenden Pleite nicht bei Sky äußern.

Nach einer Nacht Schlaf sprach Heldt dann aber doch - und gab ein vernichtendes Urteil ab. "Das lässt sich nicht erklären. Natürlich ist man frustriert, wenn man 0:5 auf die Nuss kriegt", sagte Heldt der BamS und fügte hinzu: "Das war komplettes Versagen."

Gisdol darf trotzdem zunächst weiterarbeiten. "Markus wird am Samstag gegen Berlin auf der Trainerbank sitzen", erklärte Heldt.

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Zukunft in Köln? Gisdol reagiert ausweichend

Angesprochen auf seine persönliche Zukunft und den zunehmenden Druck hatte Gisdol selbst nach dem Spiel ausweichend reagiert. "Es kommt immer darauf an, wie sehr man diesen Druck an sich heranlässt. Natürlich haben wir selbst den Anspruch, dass wir punkten wollen", meinte Gisdol bei Sky und richtete den Fokus auf die kommenden Wochen.

Im Januar stehen für die Kölner mit den Partien gegen Hertha BSC, Schalke 04, Hoffenheim und Arminia Bielefeld vier Duelle gegen unmittelbare Konkurrenten im Abstiegskampf auf dem Plan. "Wir haben jetzt noch vier wichtige Spiele im Januar, natürlich wollen wir da punkten. Aus der Partie heute müssen wir die richtigen Schlüsse ziehen, dass wir dann auch zum Punkten kommen", ergänzte Gisdol. (Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Horn und Wolf reden Klartext nach Klatsche in Freiburg

Noch so einen desolaten Auftritt wie in Freiburg können sich die Kölner jedenfalls nicht erlauben. Seit vier Spielen ist der Effzeh in der Bundesliga sieg- und gleichzeitig torlos. In Freiburg liefen die Kölner zudem fünf Kilometer weniger als der Gegner und waren auch sonst in allen Belangen unterlegen. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

"So kann man natürlich nicht auftreten, das ist ganz klar. Insgesamt hatten wir über das ganze Spiel keine Chance", sagte Kölns Torhüter Timo Horn, der ebenso wie die gesamte Mannschaft verunsichert und fehlerhaft wirkte: "Jetzt müssen wir nach vorne blicken. Es geht nur darum, den FC in der Liga zu halten." (Tabelle der Bundesliga)

Das wird schwer genug. Nach 15 Spielen hat der FC als 15. lediglich elf Punkte und 13 Tore auf dem Konto. Am Samstag versuchten die Kölner nicht einmal, ihre spielerischen Defizite durch Kampf und Leidenschaft auszugleichen.

"Es hat alles gefehlt", stellte Marius Wolf klar: "So gewinnst du kein einziges Spiel. Jeder muss sich hinterfragen, ob er alles gegeben hat. Das ist jetzt natürlich Abstiegskampf."

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)