WADA erprobt Trockenblut-Dopingtests

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WADA erprobt Trockenblut-Dopingtests
WADA erprobt Trockenblut-Dopingtests

Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) will bei den Olympischen Spielen in Tokio (23. Juli bis 8. August) zum ersten Mal Trockenblut-Dopingtests (dried-blood-spot testing) erproben.

Dies teilte WADA-Präsident Witold Banka nach einer virtuellen Sitzung des Vorstands und des Exekutivkomitees der WADA am Freitag mit. (NEWS: Alles zu den Olympischen Spielen)

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Der Test mit getrockneten Blutflecken - bei dem kleine Proben aus einem Fingerstich entnommen und auf eine saugfähige Karte getupft werden - könnte eine neue Ära in der Anti-Doping-Bekämpfung einläuten, die es schließlich ermögliche, mehr Athleten gezielt zu testen und mehr Tests durchzuführen, erklärte Banka.

In Anbetracht der logistischen und finanziellen Vorteile werde dies den Testbehörden zudem erlauben, "mehr Athleten zu testen und mehr Proben zu sammeln", sagte Banka. Es sei ein "großer Schritt nach vorne" für die Anti-Doping-Bewegung, so der Pole.

Die WADA erklärte zudem, dass der Test mit getrockneten Blutspots eine bessere Analyse von instabilen Verbindungen erlaube und es einfacher mache, Athleten in abgelegenen Gebieten auf der ganzen Welt zu testen, wo flüssige Blutproben oft schwer zu transportieren seien.

Olivier Rabin, wissenschaftlicher Leiter der WADA, betonte zudem, dass getrocknete Blutspotproben auch billiger zu sammeln seien. "Wenn wir derzeit Blutproben transportieren, transportieren wir sie in Fläschchen. Diesmal transportieren wir nur ein Stück Papier", so Rabin.

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