Die Wahlen in der Türkei

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan ist wider Erwarten nach der Stimmabgabe in Istanbul nach Ankara gereist. Der Präsident sei in der Hauptstadt gelandet, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Zuvor hatte Erdogan noch gesagt, er werde die Ergebnisse der Parlaments- und Präsidentschaftswahl von Istanbul aus verfolgen. Erdogan ist bei den Wahlen das erste Mal seit 20 Jahren nicht der Favorit. Umfragen deuten auf ein enges Rennen zwischen ihm und dem Oppositionsführer Kemal Kilicdaroglu hin.

Insgesamt sind etwa 64 Millionen Menschen im In- und Ausland aufgerufen, den Präsidenten und ein neues Parlament zu wählen. # NotizblockDer türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat seine Stimme bei den Parlaments- und Präsidentschaftswahlen abgegeben. Es wird erwartet, dass diese Wahlen hart umkämpft sein werden und die größte Herausforderung darstellen könnten, der er sich in seinen zwei Jahrzehnten an der Macht stellen muss.

Kemal Kilicdaroglu, der gemeinsame Kandidat einer vereinigten Opposition, die sich die Wiederherstellung der Demokratie in der Türkei auf die Fahnen geschrieben hat und in Meinungsumfragen vor Erdogan liegt, gab seine Stimme in Ankara ab. Der 74-jährige Politiker steht seit 2010 an der Spitze der Mitte-Links- und pro-säkularen Republikanischen Volkspartei (CHP), der größten Oppositionspartei der Türkei.

Dem sanftmütigen ehemaligen Bürokraten ist es gelungen, die zersplitterte und vielfältige türkische Opposition zu vereinen.

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