"Es ist Wahnsinn": Gladbach fassungslos über Schiedsrichter

Robin Wigger
Sport1

Zum dritten Mal hielt Borussia Mönchengladbach in dieser Saison im Duell mit Borussia Dortmund gut mit, hatte bisweilen sogar Vorteile – und zum dritten Mal ging der BVB als Sieger vom Feld.

Der Frust bei den Gladbachern war entsprechend, auch, weil sie sich in einer Szene ungerecht behandelt fühlten.

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Zwei Minuten vor der Pause setzte Jonas Hofmann Dan-Axel Zagadou im Dortmunder Strafraum unter Druck. Der BVB-Verteidiger spielte einen Rückpass zu Roman Bürki und stellte sich Hofmann in den Weg.

Sein Körpereinsatz dabei war allerdings grenzwertig, Hofmann ging zu Boden und forderte einen Elfmeter. Der Pfiff von Schiedsrichter Sascha Stegemann blieb aus.


Hofmann ärgert sich: "Unerklärlich"

"Es ist Wahnsinn", begann der Gladbacher Mittelfeld im Sky-Interview nach Spielschluss und redete sich regelrecht in Rage.

"Ich habe den Schiri ja gefragt. Er sagt, er habe "Check abgeschlossen" ins Ohr geflüstert bekommen. Das heißt ja, die im Kölner Keller haben gesagt: Auf gar keinen Fall Elfmeter", erklärte Hofmann.


Er wünsche sich zumindest, "dass der Schiedsrichter auf dem Feld das entscheiden kann. Er hat sogar noch freie Sicht. Ich verstehe nicht, warum man in so einem Spiel nicht den Schiedsrichter auf dem Platz die Entscheidung gibt."

Hofmann befand: "Das ist unerklärlich, unerklärlich."

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Rose hält sich bedeckt

Er hätte zwar den Ball nicht mehr erreicht, aber "der Ball muss nicht im Spiel sein, um Elfmeter zu geben. Ich verstehe es nicht. Jeden, der da sagt, es sei kein Elfmeter, verstehe ich nicht."

Sein Trainer hielt sich bedeckt, dass er mit Stegemanns Entscheidung aber ebenfalls nicht einverstanden war, ließ er durchblicken.

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"Es ist doch egal, wie ich es sehe", sagte Marco Rose bei Sky: "Wir haben einen Keller, der sicherlich hochqualifiziert Entscheidungen trifft. Ich stehe als Trainer hier, unabhängig davon, was ich sage, werde ich mich hintenraus wieder belehren lassen dürfen. Weiter geht die wilde Fahrt."

Lars Stindl, den den zwischenzeitlichen Gladbacher Ausgleich erzielte, sprach zumindest von einer "fragwürdige Situation". "Er läuft zum Torwart durch, wird dann am Oberschenkel getroffen. Da hätten wir den Elfmeter gerne genommen."

Nach Treffern von Thorgan Hazard (8.) und Achraf Hakimi (71.) verlor Gladbach trotz Stindls Tor (50.) mit 1:2.

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