"Wahnsinn" - Höwedes kritisiert Russland wegen Coronakrise

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Benedikt Höwedes von Lokomotive Moskau hat den Umgang Russlands mit der Coronakrise scharf kritisiert. In seiner wöchentlichen Kolumne auf t-online.de bezeichnete er die russische Strategie als "Wahnsinn".

Der Weltmeister, der seit 2018 in Moskau spielt, macht einen klaren Unterschied zu den europäischen Top-Ligen aus. Zwar pausiert nun auch die russische Premier Liga bis mindestens 10. April.

Russland hinkt hinterher

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Doch am vergangenen Spieltag, als überall schon Stillstand herrschte, gab es noch nicht einmal Geisterspiele, sondern ausverkaufte Stadien. Eine weitere Erscheinung irritiert Höwedes: "Der Trainingsbetrieb geht vorerst weiter."

Der ehemalige Kapitän von Schalke 04 erwartet in knapp zwei Wochen, die Russland als Vorsprung bezüglich der Ausbreitung in Deutschland hat, ähnliche Verschärfungen wie in seiner Heimat.

Während das öffentliche Leben fortgesetzt wird, vermutet Höwedes eine hohe Dunkelziffer an Infektionen. Grund hierfür sei die verhältnismäßig geringe Zahl (114) an offiziell bestätigten Fällen.

Deutschland ein tolles Land - Höwedes mit Appell

Russlands Präsident Wladimir Putin führt das auf strikte Präventionsmaßnahmen zurück. Aber dass immer noch bis zu 5.000 Menschen bei Veranstaltungen zusammenkommen dürfen, erschreckt Höwedes.


Umgekehrt lobt er das Krisenmanagement der deutschen Politik. "Es zeigt sich, in was für einem tollen Land wir Deutschen Zuhause sind", schreibt der 32-Jährige.

Gleichzeitig schloss sich der Verteidiger dem Appell anderer Sport-Promis an und bittet die Menschen, zuhause zu bleiben.

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Neben Höwedes steht mit Andre Schürrle (Spartak Moskau) ein weiterer Weltmeister in Russland unter Vertrag. Zudem spielen auch der Ex-Dortmunder Maximilian Philipp sowie der Ex-Bremer Robert Bauer in der Premier Liga.

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