Die Wahrheit hinter Klopps Elfer-Ärger

SPORT1
·Lesedauer: 2 Min.

Jürgen Klopp war nach dem 0:1 gegen den FC Southampton bedient.

Den Trainer des FC Liverpool ärgerte nicht nur die zweite Pleite der Saison.

Dem 53-Jährigen stieß auch sauer auf, dass seinem Team nach eigener Ansicht erneut zwei Elfmeter verweigert wurden. Erst wurde Sadio Mané von Kyle Walker-Peters gefoult, dann blockte Jack Stephens einen Schuss von Georginio Wijnaldum mit seinen Armen ab. Der Videoschiedsrichter griff allerdings nach Betrachtung der Bilder nicht ein - durchaus verständlich.

Nach der Niederlage kann der punktgleiche Rivale Manchester United nun bei einem absolvierten Spiel weniger am Meister vorbeiziehen und die Tabellenspitze übernehmen. (Die Tabelle der Premier League)

Klopp jubelte bei Liverpool über 30 Elfmeter-Pfiffe

Vor dem direkten Duell am 12. Januar feuerte Klopp nun eine erste Spitze in Richtung des Konkurrenten ab.

"ManUnited hatte mehr Elfmeter in zwei Jahren als ich in fünfeinhalb Jahren ... aber keine Ausreden für heute Abend", meckerte der zweimalige Welttrainer nach dem Southampton-Spiel. (Ergebnisse der Premier League)

Diese Aussage stimmt nicht. Jedoch hat Klopp fast recht.

DAZN gratis testen und internationale Fußball-Highlights live & auf Abruf erleben | ANZEIGE

Klopp übernahm im Oktober 2015 das Amt in Anfield und leitete in dieser Zeit 199 Premier-League-Spiele. Die Reds bekamen seitdem 30 Elfmeter zugesprochen.

Solskjaer mit 0,36 Strafstößen pro Partie

Sein Kollege Ole Gunnar Solskjaer stieg im Dezember 2018 bei ManUnited ein. In etwas mehr als zwei Jahren hat der Norweger mit seiner Mannschaft 27 Strafstöße in nur 75 Spielen geschossen.

Das ergibt einen riesigen Unterschied in der Elfmeter-Quote. Pro Partie bekam Solskjaer also 0,36 Elfmeter bei den Red Devils gepfiffen - Klopp hingegen muss sich mit 0,15 Strafstößen pro Begegnung begnügen.

Wie viele davon jeweils berechtigt oder unberechtigt waren, steht jedoch noch mal auf einem ganz anderen Blatt.