Warum du dreckige Kartoffeln kaufen solltest – und was du sonst noch über sie wissen musst

Kaum eine Nation isst so viele Kartoffeln wie die Deutschen. Kein Wunder: Sie sind günstig, sehr nahrhaft und bieten unglaublich viele Zubereitungsmöglichkeiten. Aber selbst für Kartoffel-Profis gibt es einige erstaunliche Fakten, die auch du vielleicht noch nicht kennst.

Welche Kartoffel-Sorte passt eigentlich zu welchem Gericht?

Von außen sehen die Kartoffeln meist ziemlich gleich aus. Deswegen immer aufs Etikett schauen! Festkochende Kartoffeln sind ideal für Bratkartoffeln und Kartoffelsalat – mit mehligkochenden Sorten würdest du hier nur Brei fabrizieren. Apropos Brei: Für Püree und Knödel sind mehligkochende Kartoffeln genau richtig. Für Pell- und Salzkartoffeln sowie Kartoffelgratin greifst du am besten zu vorwiegend festkochenden Sorten.

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Kauf lieber dreckige Kartoffeln!

Wenn du die Wahl zwischen dreckigen und sauberen Kartoffeln hast: Nimm die dreckigen! Die anhaftende Erde konserviert nämlich die wertvollen Inhaltsstoffe. Ideal ist es, wenn du die Kartoffeln dreckig kaufst und erst kurz vor der Zubereitung wäschst – so bekommst du am meisten Vitamine und Mineralstoffe. Kartoffel-Experten sagen sogar, dass auf lehmigem Boden, der naturgemäß mehr an den Kartoffeln haften bleibt, die besseren Kartoffeln wachsen als auf sandigem Boden, bei dem die Kartoffeln auf schönes Aussehen optimiert sind.

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Plastik, Papier- oder Leinensack?

Papiersäcke sind für die Aufbewahrung von Kartoffeln viel besser geeignet als Plastikfolie, denn in der Plastikfolie fangen die Kartoffeln an zu schwitzen. Dann verderben sie schneller und bilden unerwünschte Triebe. Im Papiersack können sie atmen und die Verpackung transportiert Feuchtigkeit nach außen ab. Zudem ist es im Papiersack ausreichend dunkel, was ein vorzeitiges Keimen der Kartoffeln unterbindet. Leinen- und Jutesäcke bieten ähnliche Voraussetzungen und sind deshalb ebenfalls gut zur Aufbewahrung geeignet.

Für Kartoffeln gilt: Je dreckiger, desto gesünder. (Bild: Getty Images)
Für Kartoffeln gilt: Je dreckiger, desto gesünder. (Bild: Getty Images)

Grüne Stellen immer schön wegschneiden

So gesund Kartoffeln auch sind: Grüne Stellen und Keime solltest du großzügig ausschneiden. Sie enthalten das Naturgift Solanin. Solanin kann bei empfindlichen Menschen und übermäßigem Verzehr Übelkeit und Erbrechen auslösen. Das Gift befindet sich in geringen Mengen übrigens auch unter der Schale. Wenn du sehr häufig Kartoffeln isst, solltest du sie also sicherheitshalber vor dem Verzehr pellen.

Kartoffeln zum Kochen einheitlich groß schneiden

Wenn du Kartoffeln kochst, solltest du sie vorher in etwa gleich große Stücke schneiden – sonst sind die großen Stücke noch steinhart, während die kleinen Stücke schon langsam matschig werden. Kleine Kartoffeln werden also zum Beispiel geviertelt, große Kartoffeln dagegen geachtelt.

Das richtige Maß Wasser

Die Kartoffeln sollten weder im Wasser schwimmen, noch sollte nur der Boden des Topfs bedeckt sein. Ideal ist es, wenn die Wassermenge so bemessen ist, dass die Kartoffeln gerade so unter Wasser liegen. Wenn du die Wassermenge gut bemisst, verlierst du einerseits nicht zu viele der wertvollen Inhaltsstoffe an das Kochwasser. Auf der anderen Seite sind alle Kartoffelstücke am Ende gleichmäßig durchgegart. Setze beim Kochen einen Deckel auf den Topf, so dass auch die Kartoffelstücke im Wasserdampf garen können, die etwas aus dem Wasser schauen. Und rühre für ein gleichmäßiges Ergebnis regelmäßig um!

Die richtige Menge Salz

Die Kartoffeln nehmen den Geschmack des Salzes schon beim Kochen an. Für das optimale Geschmackserlebnis sollte also nicht mit Salz gegeizt werden. Aber Vorsicht: Bei mehr als 1 EL Salz auf übliche Portionsgrößen schmeckt das Essen versalzen.

Kartoffeln in kaltes Wasser geben

Im Gegensatz zu Nudeln und Reis werden Kartoffeln in kaltes Wasser gegeben und dann aufgekocht. Wenn du die Kartoffeln in kochendes Wasser gibst, besteht die Gefahr, dass sie außen schnell gar werden und innen noch ziemlich roh sind. Manche Kartoffelsorten werden auch klebrig, wenn man sie in kochendes Wasser gibt. Das Geschmacksergebnis ist also bei kalt aufgesetzten Kartoffeln einfach insgesamt besser.

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