Watzke stichelt gegen Schalke und Liverpool

Sportinformationsdienst
Sport1

Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke glaubt, dass der eine Halbzeit lang desaströse Auftritt von Borussia Dortmund beim 3:3 gegen den SC Paderborn den Spielern des Vizemeisters die Augen geöffnet hat. 


"Ich habe die Hoffnung und das Gefühl, dass sich nach Paderborn in der Mannschaft etwas getan hat", sagte Watzke auf der Aktionärsversammlung in den Westfalenhallen am Montag. "Die erste Halbzeit war für uns alle ein Schock."

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Watzke: Habe Druck auf Favre nicht erhöht

Die Mannschaft ist nun beim wegweisenden Champions-League-Auftritt in Barcelona (Champions League: FC Barcelona - Borussia Dortmund, Mi., ab 21 Uhr im LIVETICKER) in der Pflicht, es besser zu machen, auch um die Position des (zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung) angeschlagenen Trainer Lucien Favre zu festigen.

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Watzke verwahrte sich dagegen, dass er am Sonntag mit der simplen Feststellung, Fußball sei ein Ergebnissport, den Druck auf Favre erhöht habe. "Lucien Favre hat unser vollstes Vertrauen. Es stand überhaupt nicht zur Diskussion, uns aktuell vom Trainer zu trennen."


Vielmehr erhofft er sich von einer ruhigen Analyse der derzeitigen Krise einen langfristigen Schritt nach vorne. Auf der Mitgliederversammlung am Sonntag sei es "in beeindruckender Weise gelungen, mit der nötigen Kritik an der sportlichen Performance voranzugehen, aber daraus auch Stärke zu ziehen", sagte er. 

Unfreundlicher Empfang für BVB-Team

Am Sonntag waren Trainer Favre und die Mannschaft an gleicher Stelle mit Pfiffen und "Schämt euch!"-Rufen empfangen worden.


"Fußball ist schnelllebig", betonte Watzke: "Vor einem Jahr haben wir den Trainer und die Mannschaft hier noch begeistert als Tabellenführer gefeiert."  Das größte Problem der Borussia sei es, dass viele Spieler, die damals zum Höhenflug beigetragen hatten, "derzeit deutliche Formschwankungen haben. Wir müssen uns wieder stabilisieren."


Der BVB-Boss verteidigte seine Entscheidung, die Bühne nicht für eine harsche Generalkritik, sondern für eine eher motivierende Ansprache genutzt zu haben. "Im Kontext der vergangenen Jahre ist es richtig, keine Abrechnung zu machen, keinen Druck zu erzeugen, sondern analytisch zu bleiben und daraus die richtigen Schritte anzugehen", sagte er. 

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Das bedeute nicht, dass sich der Klub von seinen kurzfristigen Ambitionen verabschiede. "Dass wir an sechster Stelle stehen, ist natürlich nicht das, was wir wollen", sagte Watzke: "Aber wir können in dieser Saison noch einiges reparieren."

Die Borussia bewege sich zudem konstant auf hohem Niveau. "Wir haben dieses Jahrzehnt zwei Meisterschaften gewonnen", erinnerte Watzke und setzte noch eine Spitze: "Die letzte ist sieben Jahre her, klar. Aber fragen Sie mal die Leute in Gelsenkirchen oder Liverpool."


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