WEC 8h Bahrain 2020: Pole für #7, spannender GTE-Pro-Kampf

Heiko Stritzke
·Lesedauer: 3 Min.

Die Favoriten setzten sich im Qualifying zu den 8 Stunden von Bahrain 2020 durch: Mike Conway, Kamui Kobayashi und Jose-Maria Lopez starten im Toyota TS050 Hybrid in das 8-Stunden-Rennen am Samstag von der Pole-Position. Sie liegen in der Tabelle zwar jetzt noch sechs Punkte hinten, haben aber im Gegensatz zum Schwesterfahrzeug #8 (Buemi/Nakajima/Hartley) keinen Erfolgsballast.

Obwohl ihr Toyota keinen Restriktionen mehr unterliegt und auch das Basisgewicht nur 878 Kilogramm beträgt, blieben sowohl Mike Conway als auch Jose-Maria Lopez weit vom Streckenrekord 1:38.828 von Lucas di Grassi aus dem Jahr 2016 entfernt. 1:40.114 Minuten von Conway waren das höchste der Gefühle. Beide Toyotas verzichteten auf frische Reifen für den zweiten Fahrer.

Im Rundendurchschnitt kam der Toyota #7 auf 1:40.747 Minuten und distanzierte die #8, im Qualifying gefahren von Brendon Hartley und Kazuki Nakajima, um mehr als die 0,54 Sekunden Erfolgsballast. Genau genommen um 0,751 Sekunden.

In der LMP2 startet der bereits als Meister feststehe United-Autosports-Oreca #22 (Hanson/Albuquerque/di Resta) mit deutlichem Vorsprung und neuem LMP2-Streckenrekord vom besten Startplatz. Paul di Resta kam auf 1:46.768 Minuten beim letzten LMP2-Qualifying mit 600 PS. Phil Hanson wurde die erste schnelle Runde aberkannt und er musste eine zweite anhängen.

Das reichte noch immer: Hanson und di Resta distanzierten mit einer Durchschnittszeit von 1:47.440 Minuten den zweitplatzierten Jackie-Chan-DC-Oreca #37 (Tung/Aubry/Stevens) um 0,798 Sekunden und zeigten wieder einmal eine dominante Vorstellung. Platz drei geht an den Signatech-Alpine #36 (Laurent/Negrao/Ragues).

Aston-Pole in letzter Sekunde

Die Titelfavoriten Nicki Thiim und Marco Sörensen schnappten sich die Pole-Position in der GTE Pro in einem spannenden Kampf. Nach dem ersten Schlagabtausch lag der Porsche #92 (Christensen/Estre) noch an der Spitze. Und das nicht zu deutlich: Mehr als zwei Zehntelsekunden fuhr Michael Christensen auf Thiim heraus.

Update: Porsche nun doch GTE-Pro-Polesetter

Letztlich gelang es Aston Martin Racing jedoch, das Bild zu drehen: Sörensen verbesserte sich in seiner zweiten Runde um drei Zehntel und brachte den Aston Martin #95 auf einen Rundendurchschnitt von 1:56.708 Minuten. Somit verwies er den Porsche um 0,068 Sekunden auf die zweite Position.

Während der AF-Corse-Ferrari #51 (Calado/Serra) die Meisterschaftschancen für James Calado mit Rang drei aufrechterhielt, lief es für den Aston-Martin-internen Herausforderer Maxime Martin schlecht. Der Belgier und sein Aushilfsteamkollege Richard Westbrook (Alex Lynn ist mit dem Coronavirus infiziert) wurden Sechste und Letzte der Klasse.

Eine weitere Aston-Martin-Pole gibt es in der GTE Am: Paul Dalla Lana und Ross Gunn stellten den Aston Martin #98 (Dalla Lana/Lamy/Gunn) erstmals seit mehr als zwei Jahren auf die Pole-Position. Durchschnittszeit: 1:58.356 Minuten.

Der TF-Sport-Aston-Martin #90 (Yoluc/Eastwood/Adam), der in der Meisterschaft führt, kam auf die zweite Position.

Die 8 Stunden von Bahrain starten am Samstagmittag um 12 Uhr MEZ.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.