Wechsel zur Hertha? Bobic verzichtet auf Dementi

SPORT1
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Die Fans von Eintracht Frankfurt machen sich trotz des sportlichen Höhenflugs und aktuell Platz vier in der Bundesliga Sorgen. (Die Tabelle der Bundesliga)

Der Grund: Der Erfolgsarchitekt Fredi Bobic wird seit der Entlassung von Manager Michael Preetz bei Hertha BSC mit den Hauptstädtern in Verbindung gebracht.

Frankfurts Sportvorstand ist wohl auch offen für Gespräche. Er ließ am Montag bei Sky Sport News ein Treuebekenntnis aus. "Ich kann dazu gar nichts groß sagen. Ich lese auch nur die Zeitungen und höre die Medien", sagte der 49-Jährige: "Ich habe mich nur fokussiert auf die Eintracht die ganze Zeit, und das werde ich auch weiterhin machen. Schließlich stehe ich hier in Lohn und Brot."

Gänzlich ausschließen wollte Bobic einen Wechsel zur Hertha aber nicht. "Ich weiß nicht, was die Zukunft bringt. Das muss ich ganz offen sagen. Aber das habe ich auch schon immer gesagt - ob das vor einem oder zwei Jahren war", erklärte der 49-Jährige.

Bobic spielte einst für die Hertha

Was die Zukunft bringe, "weiß kein Mensch", so Bobic weiter. Aber klar sei, "dass ich sehr glücklich bin mit dem Job, den ich hier mache." Bobic ist hat einen Vertrag bis Sommer 2023. Zuletzt hatte er betont, dass er nicht in der Stadt seines Lebensmittelpunkts arbeiten will. Nun sprach der Wahlberliner davon nicht mehr.

Bobic war bereits in seiner aktiven Karriere für die Hertha aktiv gewesen. Von 2003 bis 2005 lief er für den Klub als Stürmer auf. In zwei Spielzeiten kam er auf acht Treffer und sieben Vorlagen.

Inzwischen ist der 37-malige Nationalspieler bei der Eintracht aber heimisch geworden. Seit seinem Dienstantritt am 1. Juli 2016 hat der Sportvorstand die Hessen wieder zu einer angesehenen Adresse entwickelt. Zwei Spielzeiten absolvierte Frankfurt seitdem in der Europa League. In dieser Saison ist sogar die Qualifikation für die Champions League möglich.

Höhepunkt der Bobic-Zeit war bisher der DFB-Pokal-Sieg 2018 gegen den FC Bayern.

Bobic macht sich Sorgen um Profi-Klubs

Der Funktionär muss trotz der Erfolge mit einem kleinen Budget auskommen. Das machte er erneut deutlich. Die Zukunft sieht aufgrund der Corona-Pandemie für Frankfurt laut Bobic finanziell nicht rosig aus. Die Profis verzichten bei der Eintracht seit Monaten auf einen Teil des Gehalts und werden dies bis zum Ende der Saison auch fortführen.

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"Sollten wir noch eine Saison so spielen, dann werden einige Vereine in die Knie gezwungen - auch die ganz großen Klubs", prophezeite Bobic. "Dabei arbeiten wir in Deutschland sehr seriös. Wir schmeißen die Kohle nicht einfach raus."

Bei Hertha müsste sich der Sportvorstand deutlich weniger Sorgen um die Finanzen machen. Investor Lars Windhorst sorgt in Berlin für ein volles Portemonnaie.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)