Weg von Juve nach CL-Aus? Ronaldo beschäftigt Turin

Martin van de Flierdt
·Lesedauer: 2 Min.

Es hat wieder nicht sein sollen. Auch im zweiten gemeinsamen Jahr haben Cristiano Ronaldo und Juventus das Ziel verfehlt, endlich den ersten Champions-League-Titel seit 1996 nach Turin zu holen.

Das Aus im Achtelfinale gegen Olympique Lyon trotz eines 2:1-Erfolgs im Rückspiel ließ den zweifachen Torschützen tief enttäuscht zurück.

Und fachte jüngste Gerüchte neu an, der 35-Jährige könne sich trotz Vertrags bis 2022 von der alten Dame abwenden und zu Paris Saint-Germain wechseln.

Das französische Fachblatt France Football hatte berichtet, Ronaldo zweifle daran, dass er mit Juve die Champions League gewinnen könne.

Andrea Angnelli verlor daher nach dem Turiner K.o. keine Zeit, die Gerüchte einzufangen. "Ronaldo wird weiter bei uns bleiben", erklärte der Juventus-Präsident bei Sky Italia.

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"Ich bin sicher, dass er auch in der nächsten Saison noch für uns antreten wird. Er ist eine tragende Säule unserer Mannschaft, daran wird sich auch nichts ändern."

Sarri steht auf der Kippe

Weit weniger sicher ist die Zukunft von Trainer Maurizio Sarri. Der 61-Jährige wird zeitnah mit der Klubspitze um Agnelli zusammentreffen, um genau darüber zu sprechen.

"Nach einer sehr schwierigen Saison steht ein bittersüßes Ende", meinte Agnelli angesprochen auf den Trainer.

"Mit der neunten Meisterschaft in Serie haben wir ein fantastisches Kapitel Fußballgeschichte mit Maurizio Sarri geschrieben. In der Champions League ist es für uns, für die Spieler, für die Fans aber enttäuschend."

Juve werde einige Tage brauchen und dann "eine Gesamtbewertungen vornehmen".

Sarri: "Hatte weniger von uns erwartet"

Dass Sarri bleiben darf, gilt als unwahrscheinlich. Seine Äußerungen nach dem Königsklassen-Aus riefen dazu weiteres Unverständnis hervor.

"Ich hatte weniger von uns erwartet", sagte Sarri. "Ich finde, wir haben eine großartige Leistung auf den Platz gebracht." Wenn da nicht die große Enttäuschung über das Ausscheiden wäre, wäre er "sehr zufrieden" mit dem Auftreten seiner Mannschaft gewesen.

Was seine eigene Perspektive in Turin angeht, sieht er sie nicht so skeptisch wie die Öffentlichkeit.

"Ich habe einen Vertrag und ich werde ihn respektieren", sagte Sarri, dessen Kontrakt noch bis 2022 läuft. "Ich denke nicht, dass Führungskräfte auf diesem Niveau ihre Entscheidung auf der Grundlage nur eines Spiels treffen werden."

Er habe daher auch keine besonderen Erwartungen für das Treffen mit der Klubspitze. Es werde eine Saisonbilanz gezogen, meinte Sarri, "und jeder wird zu Wort kommen".