Wegen Coronavirus: Ferrari stellt Produktion in der Fabrik ein

Christian Nimmervoll
motorsport.com

Der italienische Sportwagenhersteller Ferrari mit dem gleichnamigen Formel-1-Team hat in einer Reaktion auf die Coronavirus-Pandemie erklärt, die Fabrik in Maranello (Gestione Sportiva) mit sofortiger Wirkung zu schließen. Die Maßnahme gilt vorerst bis 27. März.

"In Zeiten wie diesen geht mein Dank zuallererst an die Frauen und Männer von Ferrari, die in den vergangenen Tagen ihre enorme Entschlossenheit, Leidenschaft und Hingabe demonstriert haben. Das ist es, was diese Marke definiert", sagt Ferrari-Geschäftsführer Louis Camilleri.

"Gemeinsam mit unseren Zulieferern haben sie sichergestellt, dass die Produktion des Unternehmens nicht zum Stillstand kommt. Es ist jetzt eine Frage des Respekts vor den Mitarbeitern, dass wir im Sinne ihres Seelenfriedens und dem ihrer Familien die Entscheidung für diese Maßnahme getroffen haben."

Scrollen, um mit dem Inhalt fortzufahren
Anzeige

Ferrari bereite sich auf einen "starken Neustart" vor, kündigt Camilleri an. Ganz zum Erliegen kommt der Betrieb bei der Marke ohnehin nicht, denn jene Mitarbeiter, die ihre Tätigkeit auch von zu Hause erledigen können, stellen den Betrieb jetzt auf Home-Office um. Nur alle Produktions- und Fabriksprozesse werden per sofort eingestellt.

Italien ist eines der am stärksten betroffenen Länder der Coronavirus-Pandemie, und in Italien wiederum ist die Situation im Norden, wo die Provinz Modena mit der Stadt Maranello liegt, am herausforderndsten.

Jene Mitarbeiter von Teams, die beim abgesagten Rennen in Melbourne waren, nehmen ihre Tätigkeit in den Fabriken frühestens nach einer 14-tägigen häuslichen Quarantäne wieder auf. Ob diese Maßnahme von allen Teams ergriffen wird, ist uns derzeit allerdings nicht bekannt.

Mit Bildmaterial von Shutterstock.

Lesen Sie auch