Wegen Sané: Hitzfeld kritisiert Guardiola scharf

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Bayerns Trainer-Legende Ottmar Hitzfeld hat deutliche Kritik an Pep Guardiola und dessen Rolle im Transfer-Poker mit dem FC Bayern geäußert.

Der ehemalige Schweizer Nationaltrainer machte dem Trainer von Manchester City im Interview mit dem Blick unmissverständliche Vorwürfe. 

Er könne nicht verstehen, dass der spanische Erfolgscoach - der selbst drei Jahre lang bei Bayern arbeitete - Sané gegen den FC Liverpool habe auflaufen lassen: "Ich hätte es zumindest nicht getan. Wenn Dein Verein dem Abschluss eines so großen Deals steht, kannst Du doch Deinen Spieler in einem eher unbedeutenden Spiel nicht bringen." 

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Der 23-Jährige hatte sich im englischen Supercup eine Kreuzbandverletzung zugezogen.

Hitzfeld kritisiert auch Sané

Auch an Sané selbst ließ Hitzfeld kein gutes Haar: "Ich fand es von Sané nicht korrekt, dass er sich nicht bekannt hat. Weder zu Bayern noch zu Manchester City."

In der heutigen Zeit sei es "lächerlich, heute musst Du Dich auf einem der vielen Kanäle äußern und dich positionieren." Klar sei jedoch, dass der Deal über die Bühne gegangen wäre, wenn sich Sané nicht verletzt hätte. Schon in einem Interview mit RTL Aktuell hatte Hitzfeld Kritik an Sané anklingen lassen. 


Ginge es nach Hitzfeld, würden die Bayern ihn jetzt nicht mehr holen. "Ein Spieler mit dieser Verletzung ist ein halbes Jahr verletzt und braucht dann ein halbes Jahr, um wieder ran zu kommen", erklärte der 70-Jährige. Man könne Sané auch im nächsten Sommer noch verpflichten. Aktuell würde ein Transfer nur Sinn machen, wenn man ihn "zum halben Preis" verwirklichen könne.

Ex-Bayern-Trainer rät Hoeneß zum Rücktritt

Mit Blick auf die bisherige Transfer-Bilanz der Bayern sagte Hitzfeld: "In der Abwehr hat man gute Alternativen geschaffen. In der Offensive hatte man sich zu sehr auf Sané festgefahren. Es ist dringend notwendig, dass man noch nachlegt."

Seinen ehemaligen Vorgesetzten Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge traue er nach wie vor die richtigen Entscheidungen in Sachen Spieler-Transfers zu. Allerdings riet er Vereinspräsident Hoeneß dennoch zu einem baldigen Rücktritt. 

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"Ich habe in den letzten sechs Wochen nicht mehr mit ihm geredet. Wenn er aufhört, ist das ein Verlust für die Bundesliga, er ist ihr Gesicht. Aber ich könnte es ihm nur empfehlen", sagte der Coach, der mit dem FCB unter anderem die Champions League gewann.

Das "Leben nach dem Leistungssport mit Enkeln, Reisen und ohne Druck" sei sehr schön.

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